Dienstag, 31. Januar 2017

RSUKp Rheinland-Pfalz nimmt Ausbildungsbetrieb 2017 auf

RSUKp Rheinland-Pfalz hatte am 20./21. Januar ihre erste Blockausbildung. Die Antrittsstärke von 73 Mann war für uns im Rahmen einer Standardausbildung ebenso rekordverdächtig, wie die Temperaturen von -10°C morgens auf der Standortschießanlage Algenrodt.

Der offizielle Bericht ist bereits seit einigen Tage online - hier waren alle Beteiligten sehr fix!

Ein paar ergänzende Fotos kann ich an dieser Stelle noch anfügen:

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Direkt nach dem Einschleusen erfolgt üblicherweise eine erste kurze Inaugenscheinnahme der Stube. Alles perfekt, wie immer. O.k., die Heizung tat sich teilweise schwer im Block, angenehme Temperaturen zu generieren, aber es sollte ja auch kein Kuschelwochenende werden!


Kamerad SG d.R. Marcel Gil bei der Aufnahme der Stubenausstattung. Ich bin sicher, dass man mit der Kohlenstoff-14-Methode an diesem Besen noch die Wollmäuse von 1981 (also meiner aktiven Zeit) nachweisen könnte 😜



Samstag Morgen 0700 - Eintreffen des Hauptkontingents nach einem strammen Marsch auf der Standortschießanlage. Zu diesem Zeitpunkt waren zahlreiche Kameraden des Vorauskommandos bereits dabei, die Schießbahnen einzurichten.



Was gibt es Schöneres, als sich an einem Samstagmorgen bei -10°C auf den Fußboden zu legen und den scharfen Schuss mit dem MG3 zu üben?!






Aufsicht Hauptfeldwebel d.R. Robin Hahn

HF d.R. Peter Rollinger auf dem Kurzwaffenstand


Irgendwann ging dann auch die Sonne auf, sodass der Ausbildungstag schon bald zum Wintermärchen mutierte! 😍










Grüne Eiszapfen in Hunsrücker Winterlandschaft.


Großen Respekt hatte ich bei den herausfordernden Temperaturen vor den Funktionern, wie Schreibern, Munausgebern und Aufsichten, die ohne Murren ihren Job teilweise auch ohne Handschuhe und ohne die Möglichkeit, sich zu bewegen, verrichteten - das muss man nicht wirklich haben!


OSG d.R. Stefan Rose beim Aufmunitionieren der MG-Gurte. Stefan gehört von Anfang an zum ganz harten Kern unserer Einheit. Jetzt hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Sein Antrag auf Wiedereinsteiger bei der Bw ist perfekt. Voraussichtlich bis zum Ende seines Berufslebens, wird Stefan seinen Flecktarn -in der einen oder anderen Version- nicht mehr ablegen. Alles Gute für deine Zukunft, Rose, und bleibe uns bitte erhalten, wie besprochen!





Eine Kompanie-Neuzugang, aber nicht weniger begeistert bei der Sache, wie wir "Alten", wie ich den Eindruck habe: OG d.R.The Duy Nguyen.


 Und noch zwei Neuzugänge - sehr schön!



Weiteres Thema der Spezialgrundausbildungen an diesem Wochenende war das Fernmeldewesen mit überwiegend praktischen Elementen. Ausbilder F. d.R. Uwe Schmitt war wie immer mit größtem Engagment dabei, sein Spezialwissen zu vermitteln!


"Bongo" HG d.R. Klaus Raviol macht sich fertig.


Nicht unwesentliches Detail am Abrollgerät: Die Kabelbremse. 



Mit Baumhaken und entsprechendem Verlegewerkzeug wird die Fernmeldeleitung in sicherer Höhe verlegt. 




Und hier unser frischgebackener Champion HG d.R. (s.u.) Marcus Müller. Nein, nicht der bärtige Hüne im Hintergrund (das ist Kamerad Dacke), sondern der Mann im Vordergrund mit dem panzerbrechenden Blick. Er ist nicht weniger als frischgekürter MMA-Weltmeister (Senioren) [Mixed-Martial-Arts]. Gratulation nochmals von hier aus, Marcus!


Nach einer warmen Mahlzeit in ebensolcher Umgebung entspannten sich die Mienen dann wieder zusehends.

 *

Engagement und Einsatzbereitschaft wird natürlich belohnt - Beförderungen!


 

 Neuer "Zauberlehrling" der Kompanie: Fahnenjunker d.R. Martin Schlitt


 Hier nochmal Champion Marcus Müller


  Kamerad SG d.R. Timo Sax


Und Kamerad OSG d.R. Lothar Mehlhose


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Ein Kompaniemitglied mit dem Hauptgewinn nach der Stubenabnahme. Der Besen blieb allerdings in seinem "Urzustand" nachfolgenden Soldatengenerationen erhalten .. 😆

Und ab ging's nach Hause. Schön war's - bis bald"


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Aufgefallen:

Bundeswehr Journal: Merkel und Trump loben „fundamentale Bedeutung der NATO“

Augen Geradeaus: Die Facebook-Seite von Radio Andernach ist wieder da

Bundeswehr.de: Sanitätsfahrzeug YAK




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TV-Tipp Dienstag:

Tele 5: 2015 - 2300: Perfect World (Kriminaldrama mit Clint Eastwood)

           2300 - 0055: Dead Snow (Irrwitzige Horrorkomödie mit Nazi-Zombies)

ARTE: 2015 -  2145: Erich Mielke - Meister der Angst (Politdoku)


TV-Tipp Mittwoch:

Kabel 1: 2015 - 2225: Doppelmord (Thriller mit Tommy Lee Jones)

             2225 - 0040: High Crimes - Im Netz der Lügen 
                                (Thriller:Marine unter Anklage) 

TV-Tipp Donnerstag:

Phoenix: 2015 - 2100: 100 Jahre Krieg in Nahost (Doku)

              2100 - 2145: Bashar al-Assad - Der nützliche Tyrann (Doku)

3SAT:     2225 - 0015: Female Agents - Gheimkommando Phoenix
                                (Kriegsthriller)


Sonntag, 29. Januar 2017

Jahresbericht 2016 des Wehrbeauftragten (inkl. 2 Reservistenseiten!)



Der Jahresbericht 2016 des Wehrbeauftragten wurde dieser Tage vorgelegt und fand auch in den Medien mit seiner Kernaussage: „zu wenig und viel zu langsam“ breite Beachtung.

Das PDF-Dokument ist hier downloadbar  und den Kommentar des Vorsitzenden des Bundeswehrverbandes, OTL Wüstner findet man hier.
Das BMVg kommentiert dies wie folgt.

Von den brutto 96 Seiten-Papier, davon netto etwa 75, sind 2 Seiten uns Reservisten gewidmet (2,5% des Umfangs), wobei 15% der persönlichen Eingaben von Reservisten gemacht wurden.

Hauptproblemfelder, wie das nach meiner unmaßgeblichen und natürlich nicht repräsentativen Wahrnehmung unverändert feststellbare, teilweise äußerst restriktive Gebaren des Sanitätsdienstes bei der Tauglichkeitsfeststellung hochmotivierter Reservisten oder das Riesenproblem des Fehlens der für Arbeitgeber ohne Wenn und Aber verpflichtenden Heranziehung von Reservisten (allenfalls indirekt über das Arbeitsplatzschutzgesetz), wird bestenfalls oberflächlich angerissen! Das ist deutlich zu wenig, Herr Dr. Bartels, wie  auch die daraus abgeleiteten Forderungen IMHO substanzlos sind!

Wer das Vorwort (des Jahresberichtes insgesamt) –und damit das Fazit- liest und die Meldungen zur Bw der letzten 2-3 Jahre Revue passieren lässt, muss eigentlich zu dem Schluss kommen, dass unser Land in einer zunehmend wahrscheinlicher werdenden militärischen Krise (Flächenterror und hybride Einwirkungen eingeschlossen) im Grunde mit heruntergelassenen Hosen dasteht und von der Politik nicht ansatzweise das Erforderliche unternommen wird, dies zu unserem aller Schutze kurzfristig zu ändern!

Wie mir aus erster Hand kürzlich zugetragen wurde, habe sich ein Bataillonskommandeur der Bw (natürlich nicht öffentlich) dahingehend geäußert, dass er die aktuelle Bw für in der Lage hielte, eine Frontlinie von 50 km zu halten! Für welchen Zeitraum, wurde dabei nicht überliefert. Möglichweise ist das etwas über-, respektive untertrieben, aber Kern und Zielrichtung der Aussage sind eindeutig.

Vorwort und die beiden die Reservisten bereffenden Seiten habe ich der Einfachheit halber 1:1 hierher kopiert. Hervorhebungen sind von mir:

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Vorwort

Wie geht es der Bundeswehr heute? Reduziert sich die Überlast? Kommen Kräfte, Mittel und Aufträge in eine gesunde Balance?

„Wir leben in einer Welt der unvorhersehbaren Unvorhersehbarkeit.“ So steht es in der neuen außen- und sicherheitspolitischen Strategie („Global Strategy“) der Europäischen Union aus dem Sommer 2016. 

Selten war die gefühlte Unsicherheit so groß: dschihadistischer Terror, Krieg und Bürgerkrieg in Europas Nachbarschaft, zerfallende Staatlichkeit und das Um-sich-Greifen autoritärer Herrschaft, die Flüchtlings- und Migrationskrise, Cyberattacken auf kritische Infrastrukturen, das EU-Austrittsvotum Großbritanniens und die Wahl eines US-Präsidenten, der wenig Wert auf Berechenbarkeit zu legen scheint; dazu Russlands Streben nach Einflusssphären und militärischer Machtprojektion. Die Risiken wachsen. In dieser Zeit des krassen Wandels will Deutschland, so steht es im 2016 beschlossenen Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr, eine aktive, gestaltende Rolle spielen, auch durch Stärkung der eigenen militärischen Fähigkeiten. Der dafür notwendige Ertüchtigungsprozess hat nun begonnen. Im Vordergrund steht nicht mehr die Problemdiskussion, sondern die Diskussion über Lösungen. Enorme Lücken bei Personal und Material sind zu schließen. Das ist erkannt. Der Deutsche Bundestag stellt die erforderlichen zusätzlichen Haushaltsmittel zur Verfügung, sogar über die bisherigen Veranschlagungen der Regierung hinaus.

Die Bundeswehr ist auf dem Weg der Besserung. Aber: Das größte Problem jetzt lautet – Tempo! Das Umsteuern geht viel zu langsam. Damit bleibt die Überlast in vielen Bereichen für die aktiven Soldatinnen und Soldaten unverändert hoch. Und die Zahl der Aufträge wächst: vom erweiterten Mali-Engagement über die Ägäis-Mission bis zur NATO-Response-Force und zum Litauen-Bataillon. 2017 dürfte sich auch entscheiden, welche zusätzlichen Beiträge die NATO von ihren europäischen Mitgliedern, nicht zuletzt von Deutschland, einfordern muss, Stichwort: Follow-on-Forces, und was für die Europäische Union das in der „Global Strategy“ formulierte Ziel „strategische Autonomie“ institutionell bedeutet. Die seit der Bundeswehrreform von 2011 – nach Aussetzung der Wehrpflicht – auf dem Papier stehende Zahl von 170.000 deutschen Zeit- und Berufssoldaten war bis zum Jahresende 2016 noch nicht wieder erreicht. Zum Schließen der jetzt identifizierten Personallücken benötigen die Streitkräfte nach eigenen Berechnungen darüber hinaus aber 14.300 zusätzliche Soldatinnen und Soldaten; zunächst sollen jedoch nur 7.000 neue Dienstposten geschaffen und bis 2023 besetzt werden. Sieben Jahre für einen Personalaufwuchs um vier Prozent! Das dauert zu lange.

Ganz ähnlich verhält es sich mit der nun vorgesehenen materiellen Vollausstattung der Bundeswehr. Das Ausrüstungsprogramm über 130 Milliarden Euro bis 2030 (einschließlich aller schon beschlossenen Projekte) weist zweifelsfrei in die richtige Richtung. Aber gleichzeitig scheint alles Neue auf die lange Bank geschoben, nichts geht schnell, vom neuen Mehrzweckkampfschiff über den Flugabwehrraketendienst bis zur Aufstockung der 225 vorhandenen Kampfpanzer um 100 gebrauchte, modernisierungsbedürftige Leopard 2. Diese sollen 2023 zur Verfügung stehen, unter Vertrag ist noch nichts. Über die folgenreichen Verspätungen bei vielen laufenden Beschaffungsprogrammen, vom Transportflugzeug A400M (Luftwaffe) über den Hubschrauber NH90 (Heer) bis zu den 125er Fregatten (Marine), ist bereits hinreichend diskutiert worden. Nicht einmal die neue Einsatzbekleidung konnte bisher in erforderlicher Stückzahl planmäßig ausgegeben werden.

Der im Jahresbericht 2015 beklagte systematische Mangel an Personal und Material stellte auch 2016 einen wesentlichen Faktor für die Berufszufriedenheit und die Attraktivität des Dienstes dar. Die Mangelwirtschaft beeinträchtigt weiterhin Ausbildung, Übung und Handlungssicherheit im Einsatz. Für ihre jetzigen Aufgaben benötigt die heutige Bundeswehr das erforderliche Personal und Material so schnell wie möglich. Business as usual und Dienst nach Vorschrift helfen hier nicht mehr weiter. Die Bundeswehr braucht dringend eine Beschleunigungsinitiative für alle Trendwende- Projekte, übrigens einschließlich Infrastruktur (wo auch alles immer mindestens sieben Jahre zu dauern scheint)! Die bürokratischen Verfahren aus einem Vierteljahrhundert kontinuierlicher Reduzierung passen möglicherweise nicht mehr in die heutige Zeit. Neue Beschleunigungsregelungen und vielleicht auch eine Mentalitäts-Trendwende sind das Gebot der Stunde. Dieser Bericht enthält wieder eine Vielzahl von Beobachtungen und Hinweisen aus dem soldatischen Alltag. Das Bestreben der übergeordneten Führung, erkannte Missstände abzustellen, ist nicht immer, aber überwiegend erfreulich. Häufig kommt konstruktive Kritik an Problemen, wie sie etwa in der Umsetzung der Soldatenarbeitszeitverordnung oder auch in der Flüchtlingshilfe aufgetreten sind, von militärisch Verantwortlichen selbst – die damit eine wesentliche Maxime der Inneren Führung realisieren.

Unersetzlich war und ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit vielen Vertrauenspersonen in der Truppe bis hin zum Gesamtvertrauenspersonenausschuss, mit Personalräten, Bundeswehrverband, verdi, Reservistenverband und anderen Verbänden und Stiftungen, mit den Gleichstellungsbeauftragten und den Schwerbehindertenvertretern, mit der evangelischen und der katholischen Militärseelsorge, mit meinem niederländischen „Kollegen“ und natürlich mit vielen einzelnen Soldatinnen und Soldaten, die bei Truppenbesuchen im In- und Ausland
und bei Veranstaltungen ihr Recht auf ein offenes Wort selbstverständlich wahrgenommen haben.

Ich danke dem Verteidigungsausschuss und der Leitung des Verteidigungsministeriums für allzeit gute Diskussionen über Verbesserungen zum Wohl der Soldatinnen und Soldaten unserer stark geforderten Parlamentsarmee.

Dr. Hans-Peter Bartels



Reservisten

Reservisten sind für die Bundeswehr unverzichtbar. Ohne ihren engagierten Einsatz könnten unsere Streitkräfte in vielen Bereichen ihrem Auftrag und ihren Aufgaben nicht erfolgreich nachkommen.

Das Weißbuch macht zu Recht darauf aufmerksam, dass der Reserve auch eine wichtige Rolle beim Entwickeln und Bereitstellen künftig geforderter Fähigkeiten zukommt.
In den Eingaben, deren Anzahl im Vergleich zum Vorjahr erheblich gestiegen ist, trugen Reservisten leider oft vor, sie fühlten sich von der Bundeswehr nicht mitgenommen und im Vergleich zu aktiven Soldatinnen und Soldaten benachteiligt.

Besondere Enttäuschung und Frustration bereiten den Reservisten, wie bereits mehrfach in Jahresberichten beanstandet, kurzfristige Um- oder Ausplanungen bei Übungen und Lehrgängen. Hier muss die Bundeswehr in der Kommunikation und frühzeitigen Information gegenüber den Betroffenen besser werden. Immer wieder bemängelten Reservisten, dass sie aufgrund der gesundheitlichen Anforderungen als nicht dienstfähig eingestuft werden. Hoch motivierte Reservisten würden durch die starren Tauglichkeitsregelungen auch bei aus ihrer Sicht geringen gesundheitlichen Einschränkungen vom Dienst ausgeschlossen. Gewiss kann auf den Erhalt eines bestimmten Gesundheitsstandards nicht verzichtet werden. Dennoch sollte dabei immer die jeweilige Aufgabe, die der Reservist übernehmen soll, im Fokus stehen.

Mit der im Oktober 2016 in Kraft getretenen Neufassung der „Wehrmedizinischen Begutachtung von Reservistendienst Leistenden“ wurden die Verfahren vereinfacht. Es ist zu begrüßen, dass nun bei einer administrativen Verwendung während des Reservistendienstes ohne besondere körperliche Belastung andere Maßstäbe zur Anwendung kommen, als zum Beispiel bei einer jungen Soldatin oder einem jungen Soldaten in einer Kampftruppenverwendung. 

Kritik mancher Reservisten gab es insbesondere an der am 1. November 2015 in Kraft getretenen Neuregelung des Unterhaltssicherungsgesetzes. Ziel der Neuregelung ist die Steigerung der Attraktivität des Reservistendienstes durch vereinfachte Antragsverfahren für die Leistungen und die Schaffung finanzieller Anreize.
Dies scheint im Großen und Ganzen gelungen zu sein. Gerade der finanzielle Anreiz führte zu gestiegenen Bewerberzahlen und zu einer erfreulichen Zunahme von  Rservistendienstleistungen. Um keine bereits geplante und nicht mit dem Reservisten abgesprochene Reservistendienstleistung abzusagen, wurden für das Berichtsjahr 250 zusätzliche Stellen nachträglich bewilligt. Die nun im Bundeshaushalt 2017 beschlossene Anhebung von 2.500 auf 3.000 Reservistenstellen ist zu begrüßen. Seit dem 1. November 2015 hat das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr die Aufgabe der Berechnung und Bescheidung der Unterhaltssicherungsleistungen für die Reservistinnen und Reservisten von den mehr als 400 Landes- und Kommunalbehörden übernommen.

Nach wie vor kommt es hier zu Verzögerungen bei der Erteilung von Bescheiden und der Auszahlung entsprechender Leistungen. Die der Leistungsgewährung zugrundeliegenden Bescheide werden zum Teil verspätet zugestellt, weil die aus dem IT-System generierten Angaben kontrolliert werden müssen, um vom System verursachte Fehler vor der Übersendung zu beheben. Zahlungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz können nur dann erfolgen, wenn alle abrechnungsrelevanten Daten durch die Personaladministration in das Personalwirtschaftssystem der Bundeswehr eingepflegt sind. 

Auch hier wurden Fehler festgestellt, die zu Verzögerungen führten. Bei den durch IT-Systeme verursachten Verzögerungen muss nun zügig Abhilfe geschaffen werden. Das Unterhaltssicherungsgesetz spricht von Vorauszahlungen. Ein Petent begehrte deshalb noch vor Beginn des Reservistendienstes Leistungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz. Ein solcher Anspruch besteht jedoch nicht. Die maßgebliche Anspruchsvoraussetzung ist die Ableistung des Wehrdienstes, die durch den Dienstantritt belegt sein muss. Erst die folgenden Zahlungen gibt es dann im Voraus. Mögliche finanzielle Engpässe für einzelne Reservisten vor Dienstantritt können allerdings auf Wunsch durch Abschlagszahlungen abgemildert werden. Abschlagszahlungen auf Reservistendienstleistungsprämien wurden im Berichtsjahr in vielen Fällen wegen des durch die Umstellung bedingten hohen Arbeitsaufkommens erst verspätet angewiesen. Diese für die Reservisten nicht hinnehmbaren Verzögerungen scheinen inzwischen beseitigt zu sein.

Die bereits vor Umsetzung der Neuregelung des Unterhaltssicherungsgesetzes geäußerte Befürchtung von Reservisten, die neuen Abrechnungsmethoden würden in manchen Fällen zu geringeren Zahlungen als vor der Reform führen, scheint sich bewahrheitet zu haben zumindest wenn kein Anspruch auf den neu eingeführten Verpflichtungszuschlag besteht. So hat ein Reservist vorgerechnet, dass er für seine 14-tägige Reservistendienstleistung im Jahr 2016 nur noch 53 Prozent der Zahlungen des Vorjahres erhalten habe. Um einen finanziellen Anreiz für längerfristige Reservistendienstleistungen zu schaffen, wurde der Leistungszuschlag durch einen Verpflichtungszuschlag ersetzt. Dieser Zuschlag wird Reservistinnen und Reservisten gewährt, die eine vor Dienstantritt eingegangene Verpflichtung erfüllt haben, nämlich im Kalenderjahr mindestens 19 beziehungsweise 33 Tage Reservistendienst zu leisten. Der Zuschlag in Höhe von 25 beziehungsweise 35 Euro täglich wird nach Erfüllung der Verpflichtung für Dienste gezahlt, die nach dem Heranziehungsbescheid länger als drei Tage dauern. Das Erfordernis einer vorherigen Verpflichtung dient der Planungssicherheit der Bundeswehr. Der Verpflichtungszuschlag ist auch Personalführungsinstrument. Den Reservisten soll ein Anreiz für längere, planbare Dienstleistungen geboten werden. Mit dem neuen Zuschlag können Reservisten zudem gezielter dort eingesetzt werden, wo ein Bedarf besteht. Die Verpflichtung setzt aber auch ein Angebot der Beorderungsdienststelle, des Beorderungstruppenteils oder der Dienstleistungsdienststelle beziehungsweise des Dienstleistungstruppenteils an die Reservistin oder den Reservisten voraus. 

Viele motivierte Reservisten, die gerne die geforderte Verpflichtung eingegangen wären, erhielten keine Angebote. Im jeweiligen Bereich gab es keine Verpflichtungsmöglichkeit mehr und ein zusätzlicher Bedarf an Verpflichtungsmöglichkeiten war auch nicht durch die Dienststelle nachgemeldet worden. 
Andere Reservisten trugen dagegen vor, dass sie aufgrund ihrer Selbständigkeit oder aufgrund fehlender Zustimmung durch ihren Arbeitgeber eine Verpflichtung nicht eingehen konnten. Dies ist bedauerlich, möglicherweise gehen der Bundeswehr dadurch motivierte Soldatinnen und Soldaten verloren. Es sollte deshalb noch wirksamere Anreize geben, die auch diese Reservisten (und ihre Arbeitgeber) motivieren, sich in der Bundeswehr zu engagieren. Soweit bürokratische Unzulänglichkeiten, Kommunikationsdefizite oder eine vergessene Beantragung des Verpflichtungszuschlags durch die Dienststellen dazu führten, dass der Reservist keinen Anspruch auf den Zuschlag hatte, ist dies ärgerlich. Hier muss die Bundeswehr besser werden. Zu Beginn des Berichtsjahres bemängelten Reservisten, dass ihre Übergangsgebührnisse im Anschluss an ihre aktive Dienstzeit auf die ihnen gewährten Mindestleistungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz angerechnet wurden. Erfreulicherweise wurde dies nach Überprüfung im Rahmen der Eingabebearbeitung als Fehler erkannt und korrigiert. Eine vom Verteidigungsministerium beabsichtigte Evaluierung des Unterhaltssicherungsgesetzes, die unter anderem auch eine Neuberechnung des Verpflegungsgeldes beinhaltet, ist gewiss sinnvoll. 

Reservisten, die im Rahmen der Flüchtlingshilfe beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin tätig waren, beanstandeten, dass ihnen umfangreiche Mehrarbeit nicht vergütet worden und ein Zeitausgleich während des laufenden Einsatzes nicht möglich gewesen sei. Das Verteidigungsministerium hat hier eine Regelungslücke erkannt und geschlossen. Das Wehrsoldgesetz (WSG) wurde rückwirkend geändert und für geleistete Mehrarbeit eine neue Rechtsverordnung (Wehrsoldempfängermehrarbeitsvergütungsverordnung) in Kraft gesetzt. Diese sieht rückwirkend zum 1. Januar 2016 unter den gleichen Voraussetzungen wie für Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten einen erhöhten Wehrsold in Form einer Mehrarbeitsvergütung vor. In einzelnen Eingaben vermuteten Reservisten, dass ihnen wegen des vermehrten Einsatzes von Reservisten in der Flüchtlingshilfe keine Tage für Reservistendienstleistungen im Bereich der Truppe mehr zur Verfügung stünden. Nach Angaben des Bundesministeriums der Verteidigung wurden für die direkte Unterstützung im Rahmen der Flüchtlingshilfe insgesamt nur circa 60 Reservistenstellen verbraucht. Ursache für den Verbrauch der 2.500 vorhandenen Reservistenstellen sei vielmehr das gestiegene Interesse an Reservistendienstleistungen aufgrund der durch das novellierte Unterhaltssicherungsgesetz geschaffenen attraktivitätssteigernden Maßnahmen. Diese Entwicklung ist grundsätzlich positiv, zeigt aber auch die Notwendigkeit der Erhöhung der Reservistenstellen.

Nach wie vor besteht der Wunsch einzelner Reservisten, die Reservistendienstleistungen von bisher maximal sechs auf bis zu 24 Monate zu verlängern. Das Verteidigungsministerium hat mit Blick auf den Personalbedarf der Bundeswehr insbesondere zur Kompensation von Vakanzen zugesagt, eine Aufhebung der Befristungen für freiwillige Reservistendienstleistungen zu prüfen. Bis zum Inkrafttreten einer Änderung des Soldatengesetzes wurde die grundsätzliche Befristung bereits von sechs auf zehn Monate im Kalenderjahr seit September 2015 erweitert. 

Andere Reservisten baten darum, auch nach Vollendung des 65. Lebensjahres noch als Reservist tätig werden zu können und regten an, die Altersgrenze, bis zu der Reservisten bei freiwilliger Verpflichtung zum Reservistendienst herangezogen werden, bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres anzuheben. Sie verwiesen in diesem Zusammenhang auf die Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters. Die Bereitschaft von Reservisten, auch nach Vollendung des 65. Lebensjahres zur Verfügung zu stehen, ist anerkennenswert. Eine Flexibilisierung sollte geprüft werden. Bereits im letzten Jahresbericht wurde die vom Verteidigungsministerium beabsichtigte Gesetzesänderung, durch die auch Reservisten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Dienst Teilzeitbeschäftigung ermöglicht werden soll, positiv bewertet. Leider ist im Berichtsjahr dazu kein Gesetzentwurf in den Deutschen Bundestag eingebracht worden.


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Aufgefallen:

Augen Geradeaus: ‚Gorch Fock‘ soll nach 75-Mio-Grundsanierung weitersegeln

Bundeswehr.de: Vorbereitungen zur Verlegung NH-90 nach Mali



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TV-Tipp Sonntag:

Tele 5:   2015 - 2230: Hängt ihn höher (Western mit Clint Eastwood)

             2230 - 2230: Zwei ritten zusammen (Western)

             0050 - 0250: Stalag 17 (Kriegsdrama)

PRO 7: 2250 - 0120: V wie Vendetta (SciFi-Thrillerdrama)


TV-Tipp Montag:

ARTE:    2015 - 2210: Vermisst (Politthriller)

Kabel 1: 2230 - 0105: Spider Man 2

        

Donnerstag, 26. Januar 2017

Nützliches Ausrüstungsdetail: Der Tactical Pen


Ein Kamerad erzählte am Wochenende von seinem neuen ständigen Begleiter. Ein Thema für diesen Blog? Aber klar doch. Wer nützliche Ausrüstungsgegenstände rund um unsere Themen hier vorstellen möchte, kann dies jederzeit gerne tun.


Hier dessen Bericht:

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Was ist ein Tactical Pen ?

von Heisam El-Araj
Beim Stöbern durch Kataloge von Militär-und Outdooranbietern stößt man seit einiger Zeit in der Rubrik Selbstverteidigung auf den sogenannten Tactical Pen.

Aber was ist das eigentlich?

In einem Satz auf den Punkte gebracht:

Ein Tactical Pen ist ein unauffälliges aber effizientes Nutzwerkzeug für den Mann, der sonst schon alles hat!

Mit solch einem vielseitig einsetzbaren Stift ist man für sämtliche Lebenslagen gerüstet. Nicht nur als hochwertiges Schreibgerät mit Longlife-Mine und der guten und idealen Griffform für ermüdungsfreies Schreiben.

Im Falle eines Autounfalls kann bei blockierten Türen, der integrierte Glasbrecher genutzt werden, um sich oder andere verletze Personen aus dem Fahrzeug zu retten.

Ein weiterer Nutzen dieses vielseitigen Gimmicks ist als Kubotan in Selbstverteidigungssituationen.
Sōke Takayuki Kubota entwickelte das Kubotan ursprünglich als Schlüsselanhänger zur Selbstverteidigung für die weiblichen Polizisten im Los Angeles Police Department. Im Jahre 1978 ließ die Bezeichnung KUBOTAN als Marke schützen. 


Quelle: Kubotan®


Der Umgang mit dem Kubotan als Selbstverteidigungswaffe wird in verschiedenen Kampfsportarten wie Kobudo, Modern Arnis, ATK, Krav Maga, und Ju-Jutsu, Karate oder Jiu Jitsu unterrichtet.

Mittels unterschiedlicher Griff- und Schlagvarianten, kann man bei einem Angreifer hohe Schmerzreize erzeugen. Ziele sind hierbei das Schultergelenk, Ellenbogen, Rippen, Nervenpunkte und die Handgelenke.

Der Perfecta TP III von UMAREX der bei mir in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum lag überzeugt in vielerlei Hinsicht.



Aus hochfestem Flugzeugaluminium gefertigt liegt er perfekt in der Hand, der Durchmesser und die breiten Rillen des Griffkörpers sind gut abgestimmt. Durch seinen stabilen Clip bleibt er sowohl in der Uniform wie auch in der Kartentasche (natürlich neben dem altbewährten 6B Bleistift) stets griffbereit. Die durch einen Gummiring gesicherte Kappe verhindert ein ungewolltes Trennen von Kappe und Stift. 

 
In der Kappe befindet sich zusätzlich eine leistungsstarke LED-Leuchte, die von zwei Knopfzellen gespeist wird. Ein- und Ausschalten erfolgt durch eine leichte Drehung des Gewindes.

 
Die erste Bewährungsprobe hat mein Tactical Pen bereits in einer Ausbildung bei winterlichen -12 Grad Celsius bestanden.


Er wird zukünftig mein ständiger Begleiter in Ausbildung, Einsatz und Alltag sein. 

Das war übrigens meiner erster „Spezial-Stift“ im Jahre 1980 als ich noch als Yps-Geheimagent unterwegs war

                                          Quelle: ypsfanpage.de


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Danke, Chef, für den netten Bericht!


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Aufgefallen:

Focus-Online: Mali-Einsatz wird immer gefährlicher: Jetzt sollen die Soldaten mehr Geld bekommen

PEX: BKA warnt vor Terror-Anschlägen mit Chemikalien

Berliner Zeitung: Jahresbericht So schlecht steht es um die deutsche Bundeswehr

Augen Geradeaus: A400M der Luftwaffe musste zwei Mal Flug in den Kosovo abbrechen

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TV-Tipp Donnerstag:

Kabel 1: 2015 - 2235: Planet der Affen (SciFi-Abenteuer)

             2235 - 0020: The Time Machine - Die Zeitmaschine (Fantasy)

TV-Tipp Freitag:

RTL II:    2015 - 2205: Northmen - A Viking Saga (Actionabenteuer)

              2205 - 0045: Hannibal (Horrorthriller)

Phoenix: 2015 - 2230: Das Grauen des Krieges (Doku: 1-3/3) 

 
TV-Tipp Samstag:

PRO 7: 2015 - 2200: Premium Rush (Actionthriller)

             2200 - 2345: 13 (Thrillerdrama)

VOX:    2015 - 2200: Source Code (SciFi-Thriller)
  

Montag, 23. Januar 2017

Das "Heimlich-Manöver"



Nein, das Heimlich-Manöver ist keine getarnte Militäraktion, sondern ein akut lebensrettender Erste-Hilfe-Griff.
Ich stieß auf diesen Sachverhalt im Zusammemhang mit dem Ende letzten Jahres gemeldeten Tod des Erfinders dieser lebensrettenden Sofortmaßnahme, des US-amerikanischen Arztes Henry J. Heimlich.

Angewandt wird die Maßnahme im Falle der kompletten Verlegung und damit verbundener Blockade der Atemwege durch einen Fremdkörper, bspw. durch Verschlucken.

 

Anwendung (Wikipedia)

Die Arme des Helfers umfassen dabei von hinten den Oberbauch des Patienten. Der Helfer bildet mit einer Hand eine Faust und legt sie unterhalb der Rippen und des Brustbeins. Mit der anderen Hand greift er die Faust und zieht sie dann ruckartig kräftig gerade nach hinten zu seinem Körper. Ziel ist es, durch die Druckerhöhung in der Lunge den Fremdkörper aus der Luftröhre zu befördern. Bei Bedarf soll das Manöver bis zu fünfmal durchgeführt werden. Nach jeder Durchführung sollte überprüft werden, ob der Fremdkörper sich schon gelöst hat. Der Brustkorb selbst soll dabei nicht zusammengedrückt werden.
Bei Anwendung des Heimlich-Manövers besteht die Gefahr von inneren Verletzungen beim Patienten (Milzriss, Leberriss bei Kindern; Platzen von Aneurysmen bei älteren Patienten). Die Risiken werden jedoch aufgrund der akuten Lebensgefahr durch Ersticken oder reflektorischen Herzstillstand in Kauf genommen. Nach der Anwendung des Heimlich-Handgriffs sollte der Patient in ein Krankenhaus gebracht werden, um eventuelle Verletzungen zu behandeln.
Bei Kindern unter einem Jahr sollte allerdings von der Anwendung abgesehen werden. Stattdessen komprimiert man wie bei der Wiederbelebung mit zwei Fingern den Brustkorb.
Vor dieser Maßnahme versucht man, das Abhusten des Fremdkörpers dadurch zu unterstützen, indem man dem Patienten bei nach vorn übergebeugtem Oberkörper kräfttig zwischen die Schulterblätter schlägt (flache Hand, nicht Gewehrkolben! ;-)


 Heimlich-Manöver (auf östereichisch)

Aber was macht man, wenn man selbst betroffen ist und niemand in der Nähe ist, der den Heimlich-Griff kennt?
Auch da habe ich etwas gefunden. Eine Erfolgsgarantie gibt's natürlich nicht. Aber besser, als nichts zu machen und zu ersticken, dürfte es allemal sein!

Man begibt sich in die Liegestützstellung und lässt sich mit weit nach vorn gestreckten Armen mit Wucht auf den Brustkorb fallen.


 Selbsthilfe bei Ersticken durch blockierte Atemwege

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Traurige Aktualität hat dieser Blogbeitrag mit der Meldung vom vergangenen Donnerstag bekommen!: Mädchen (5) verschluckt sich beim Essen und stirbt

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Ein ergänznder Hinweis ist noch über die Kommentarfunktion hereingekommen, von einem Leser, der offensichtlich etwas davon versteht - danke dafür:

Hier möchte ich doch noch mal den genauen Ablauf aus der aktuellen EH-Ausbildung:

- Oberkörper vorbeugen, 5 Schläge zwischen die Schulterbätter
- löst sich der Bolus nicht dann: Notruf, 5x Heimlich-Manöver
- danach Rücken-Klopfen 5x, Heilich 5x....
- sollte der Betroffene bewußtlos werden, sofort mit der Reanimation

  beginnen.

Man hofft, den Bolus dann zu bewegen und evtl. auch tiefer in die Lunge zu schieben - dann ist nur noch ein Flügel blockiert.
Wichtig ist, dass die Faust beim Heimlich-Griff nach hinten-oben geht.


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Aufgefallen:

ZEIT-Online: China will regelmäßig Seemanöver abhalten

Augen Geradeaus: Geplante gemeinsame Übung von Polizei und Bundeswehr: Nicht so viel hoheitliche Aufgaben?

Augen Geradeaus: Personalstärke der Bundeswehr: Jahresziel nicht erreicht

Bundeswehr,de: Personallage der Bundeswehr im Aufwärtstrend

LKdo MV: „Schnee“-Leoparden üben - Host Nation Support ermöglicht deutsch-niederländische Übung in Jägerbrück

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TV-Tipp Montag:

Tele 5: 2015 - 2210: Bruce Lee – Die Todesfaust des Cheng Li

           2210 - 0025: Die Todeshand des Gelben Adlers (Martial Arts-Action)


TV-Tipp Dienstag:

3 SAT: 2015 - 2145: Meine Tochter Anne Frank (Doku-Drama)


TV-Tipp Mittwoch:

Tele 5:   2015 - 2205: Absturz in die Wildnis (Abenteuer)

Kabel 1: 2245 - 0050: Takers - The Final Job (Gangsterkrimi)

 

Freitag, 20. Januar 2017

Engagement.Einsatz.Ehrenamt


Ausgabe 04/2016 des Bevölkerungsschutzmagazins des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist erschienen.

Titel: Engagement.Einsatz.Ehrenamt

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RSUKp Rheinland-Pfalz nimmt an diesem Wochenende bereits wieder ihren Ausbildungsbetrieb auf. Ich bin dann mal weg!

In diesem Sinne ein schönes Wochenende! 


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Aufgefallen:

VdRBw: Aus der aktuellen 'loyal': Vom demokratischen Vorzeigestaat zum Chaosland (Anm.: Als ich die Überschrift erstmals mit einem halben Auge überflog, dachte ich spontan: "Allerdings!!"- dann erkannte ich, dass Mali gemeint ist .... )

Spiegel Online: Deutschland steigert Rüstungsausgaben um mehr als zehn Prozent

Bundeswehr Journal: Hubschrauber Sea Lynx wieder uneingeschränkt im Einsatz

Spiegel Online: Nato verzeichnet deutlichen Anstieg von Hackerangriffen


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TV-Tipp Freitag:

PRO 7:  2015 - 2225: Wer ist Hanna? (Actionthriller)

            2225 - 0030: Hannibal Rising - Wie Alles begann (Horrorthriller)

RTL II: 2015 - 2200: TheLast Days on Mars (SciFi-Horrorthriller)

            2200 - 0010: Pitch Black - Planet der Finsternis (SciFi-Thriller)


TV-Tipp Samstag:

VOX:    2015 - 2205: Zorn der Titanen (Antikfantasy)

PRO 7: 2220 - 0030: Wer ist Hanna? (Actionthriller)


TV-Tipp Sonntag:

RTL II: 2015 - 2340: Hitler - Aufstieg des Bösen

            2340 - 0200: Public Enemies (Actionthriller)

PRO 7:  2015 - 2220: Pompeii (Katastrophenfilm)

            2220 - 0025: Krieg der Götter (Fantasyaction)

Mittwoch, 18. Januar 2017

Sacki Tech: IR-Nachtsichtgerät + Entfernungsmesser „LRNV009“ von Kinglux


Vom Preis-/Leistungsverhältnis her sicherlich ein sehr interessantes Gerät. Zumindest als "Männerspielzeug".




Sacki: Gearbest bietet das Kinglux LRNV009 als „Laser Ranging Night Vision Monocular“ an. Es handelt sich um einen Laser-Entfernungsmesser mit Infrarot-Nachtsicht und zahlreichen weiteren Funktionen.


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Aufgefallen:

Bundeswehr.de: Bundeswehr aktuell Nr 1

Bundeswehr.de: Spitzenpanzer der Bundeswehr: Der Leopard 2 A7 

 
Sanitätsdienst-Bundeswehr.de: Ausbildungs-Simulationszentrum Berlin: Der Drill zum Einsatzersthelfer Bravo


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TV-Tipp Mittwoch:

Kabel 1: 2015 - 2250Ocean’s Twelve  (Gaunerkomödie mit George Clooney)

             2250 - 0135: Fight Club (Trillersatire mit Brad Pitt)


TV-Tipp Donnerstag:

PRO 7:  2015- 2200: Numbers Station (Thriller)

            2200 - 0005: The Factory  (Triller)    
 

Montag, 16. Januar 2017

"Bundesweit 30 Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanien (RSU) stehen als territoriale Reserve bereit."


Das Landeskommando Hessen berichtet von einem Jubiläum - 10 Jahre Landeskommandos der Bundeswehr.
Im Januar 2007 wurden die Landeskommandos der Bundeswehr als zentrale territoriale Kommandobehörden der Länder in den Dienst gestellt. Sie erfüllen eine Vielzahl territorialer Aufgaben. Vor allem aber sind sie Schnittstellen zu den Landesregierungen und ihren nachgeordneten Behörden und damit ein wichtiger Partner in der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit.

(Quelle LKdo HE)

Wir finden Erwähnung in dem Bericht:
Bundesweit 30 Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanien (RSU) stehen als territoriale Reserve bereit.
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Aufgefallen:

Bundeswehr Verband: Die neue F125-Fregatte ist "kein Haifisch ohne Zähne"

WELT / N24: Tiefer Kratzer im Panzer-Mythos

LN-Online: Landespolizei bekommt G36-Sturmgewehre

media.giphy.com: Starker Auftritt!

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TV-Tipp Montag:

ARTE: 2015 - 2210: Des Teufels General (Curd Jürgens)


TV-Tipp Dienstag:

Phoenix: 2100 - 2145: ZDF History: Stimmen aus der Hölle - Verdun (Doku)

Bayern:  2200 - 2330: Meister des Todes  (Thriller)


Freitag, 13. Januar 2017

RSU Odenwald: Jahresabschlussschießen in Külsheim


Die "Odenwälder" berichteten von ihrem Jahresabschlussschießen - mit schönen Fotos.
Am Samstag, dem 03.12. 2016 wurde die Jahresabschlußveranstaltung der Kompanie auf der Standortschießanlage in Külsheim durchgeführt. Eine Antrittsstärke von 50 Soldaten verdeutlicht die Attraktivität unserer Kompanie und die Ausbildungs- und Übungswilligkeit unserer Soldaten. Zusätzlich konnten wir noch Kameraden der Polizei Stuttgart als Gäste begrüßen, welche mit Freude und Begeisterung die Ausbildung und im Anschluß das Schießen mit dem Gewehr G36 genossen haben.

 (Foto: RSUKp Odenwald)

Das Jahr 2016 war das vom Kommandeur LKdo BW, Oberst Walkling, erklärte ` Jahr des Schießens ` . Wie konnte es besser passen dieses Jahr mit einem ` Schießen mit Handwaffen ` zu beenden. Auf zwei A -Ständen wurden die Waffen P8 und G36 mit den Wertungsübungen P-S-7 und G36-S-9 beschossen. Ziel der Ausbildung war, daß jeder Schütze mit beiden Waffen geschossen und erfüllt hat. Dieses Ziel wurde mit guten Schießergebnissen erreicht, wir erlebten einen erfolgreichen Abschluß des Jahres und können voller Stolz auf die erbrachten Leistungen im Jahre 2016 zurückblicken.

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Aufgefallen:

BMVg: Startschuss für mehr Vielfalt

buzzfeed.com: 29 Geheimnisse, die dir Bundeswehrsoldaten niemals verraten

Tagesschau.de: Künftiger US-Außenminister Hart gegen China - Bekenntnis zur NATO  


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TV-Tipp Freitag:

PRO 7: 2015 - 2235: Prometheus - Dunkle Zeichen (SciFi-Horror)

           2235 - 0030: Alien vs. Predator (SciFi-Horroraction)

3SAT:  2015 - 2100: Im Land der Lügen (Reportage: Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren)


TV-Tipp Samstag:

VOX:  2015 - 2210: Kampf der Titanen (Fantasyaction)

MDR: 2330 - 0110: Die Gewaltigen (Western mit J. Wayne, K. Douglas)

          0110 - 0250: Rio Grande (Western mit John Wayne)


TV-Tipp Sonntag:

PRO 7: 2015 - 2235: Transcendence (SciFi-Drama)

           2235 - 0105: Prometheus - Dunkle Zeichen (SciFi-Horror) 

Mittwoch, 11. Januar 2017

Ektronisches Armageddon - "EMP", der Impuls zum Blackout - oder mal wieder ein wenig 'Prepping'

Heute mal wieder eine kleine Anregung zum Thema Prepping - also der elementaren Notfallvorsorge. Eine hochinteressante Filmdokumentation: "Impuls zum Blackout" von N24 über die Wirkungsweise, respektive katastrophale Auswirkungen eines Elektromagnetischen Impulses, bzw. Geomagnetischen Sturms!
Stellen Sie sich vor, eine Bombe explodiert und legt damit sämtliche elektrischen Anlagen und elektronischen Geräte lahm, ohne dabei Menschen zu verletzen. Durch einen starken nuklearen elektromagnetischen Impuls wäre dies möglich. Was würde passieren, wenn die Gesellschaft ihr elektrisches Netz verliert? Ist es möglich, dass Terrorgruppen über die nötige Technologie verfügen, um einen Anschlag dieser Art umzusetzen? "Impuls zum Blackout" liefert Antworten.
Dafür bedarf es übrigens keiner nuklearen Bombe. Entsprechende Sonnenaktivitäten lösen dies gleichfalls aus. Und derartige Magnetstürme gab es bereits (und wird es immer wieder geben) - und zwar vor gar nicht allzu langer Zeit (zuletzt in globalem Ausmaß wohl 1859). Allerdings lange genug zurückliegend, als dass die menschlische Zivilisation davon bedroht gewesen wäre. Es gab schlicht zu diesen Zeitpunkten die elektrische/elektronische Abhänggkeit des Menschen noch nicht!

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Aufgefallen:

Augen Geradeaus: Video: A400M im Tiefflug

Volksstimme: Landeskommando hat Personalnot

Frankfurter Neue Presse: Reportage aus dem Feldlager der Bundeswehr in Mali Auf gefährlicher Mission

Bundeswehr.de: Schießkino bei der Bundeswehr

 

Augen Geradeaus: Nachgelesen: Joschka Fischer fordert „eigene Verteidigungsstrategie Europas“

Spiegel Online: Verfassungsschutz will Cybergegenangriffe starten 

WELT / N24: Pentagon bringt autonome Waffen mit künstlicher Intelligenz voran

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TV-Tipp Mittwoch:

Kabel 1: 2015- 2235: Oceans's Eleven (Gaunerkomödie mit George Clooney)


TV-Tipp Donnerstag: 

VOX:  2015 - 2335: Avatar – Aufbruch nach Pandora (Fantasyfilm)

NDR: 2330 - 0100: Bornholmer Straße (TV-Zeitgeschichtskomödie)

Montag, 9. Januar 2017

„Keine Unterscheidung mehr von Aktiven und Reservisten“ ?

Als ich auf die Schlagzeile "Keine Unterschiede mehr von Aktiven und Reservisten" in der aktuellen 'loyal' stieß -viele werden den Artikel, der jetzt auch online gestellt wurde, gesehen haben-, ging mir spontan durch den Kopf: "Na, dann können wir ja endlich:
  1. die lästigen Reservistenlitzen wegschmeißen und
  2. das wehrmedizinische Prozedere analog den Aktiven handhaben: Einmalige Eingangsuntersuchung bei Beorderung und fertig für die kommenden Jahrzehnte.
Ich habe dann allerdings sehr schnell aufgehört in diese Richtung weiterzudenken, weil das ja vermutlich halt doch nicht gemeint ist?


Generalleutnant Markus Kneip mit
Verbandspräsident MdB Oberst d.R. Osvin Veith
(Foto: Stephan Pramme)

Trotzdem ist der Ansatz und das wirklich erkennbare Bemühen der Bundeswehr natürlich zu begrüßen und anzuerkennen. Einige interessante Aussagen werden in dem Interview gemacht (Hervorhebungen in den Auszügen von mir):
General Kneip: Als ich auf meinem Dienstposten anfing, gab es viele Klagen von Reservisten über Hemmnisse beim Reservistendienst. Ich wollte wissen, ob sie berechtigt sind und stellte fest, dass es tatsächlich viele Mängel gibt. Da sind die Bürokratie in der Bundeswehr, künstliche Barrieren und Pauschalisierungen. Schnell war klar, dass wir etwas tun mussten, um nicht noch mehr Reservisten zu verlieren. Der Reservistendienst musste attraktiver und flexibler werden und wir mussten den Reservisten auch endlich mal richtig zuhören. Denn sie wissen am besten, wo der Schuh drückt.
General Kneip: Es gibt schlicht zu wenig Personal für eine differenziertere und intensivere Betreuung von Reservisten. Das gilt für alle Bereiche: Truppe, Ämter, Schulen usw. Das muss sich ändern. Und es wird sich ändern. Wir müssen in der Beratung und der Betreuung von Reservisten ihren gestiegenen Bedeutungsgrad auch numerisch abbilden.
Die weltpolitische und die sicherheitspolitische Lage haben sich erheblich verändert. Heimatverteidigung hat eine neue Bedeutung gewonnen. Welche Rolle sollte die Reserve hierbei künftig spielen?
Veith: Der Veränderungsdruck wächst. Das spüren wir Politiker sehr konkret. Die Menschen erwarten von uns, dass sie weiter in Sicherheit leben können und wir alles Notwendige dafür tun. Im Verband haben wir uns dazu erste Gedanken gemacht und werden das weiter tun. Ich frage mich: Ist das, was wir in den vergangenen Jahren als RSU-Kompanien geschaffen haben, zukunftsfähig? Und ich sage: Nein, ist es nicht. Ich bin überzeugt, dass es in zehn, 15 Jahren keine RSU-Kompanien mehr geben wird, sondern größere Verbände. Ich denke da etwa an Landesregimenter, die zur Unterstützung der Sicherheitsbehörden und Blaulichtorganisationen eingesetzt werden können. Wir müssen jetzt darüber nachdenken, damit wir nicht immer wieder von den Entwicklungen getrieben werden.
Bleibt zu hoffen, dass die Bw insbesondere auch ihren Kampf gegen die eigene Bürokratie bald gewinnt. Dabei schließe ich das BAPersBw mit seinen Karrierecentern der Einfachheit halber mit ein, wissend, dass es eine zivil verantwortete Behörde ist.

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Aufgefallen:

Focus Online: Nazi-Spruch: Türsteher muss wegen Like bei Facebook 2000 Euro Strafe zahlen

Augen Geradeaus: Atlantic Resolve: US-Panzerbrigade rollt nach Osteuropa 

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TV-Tipp Montag: 

Tele 5:   2015 - 2205: Alien Hunter – Mysterium in der Antarktis (SciFi-Thriller)

ZDF:      2015 - 2145: Mörderische Stille (TV-Krimi)

Kabel 1: 0015 - 0210: Get Carter – Die Wahrheit tut weh


TV-Tipp Dienstag:

Tele 5: 2015 - 2235: Im Tal von Elah (Militär-Krimidrama)