Montag, 31. Oktober 2016

"Vision von einer Strategie zum Schutz der Bevölkerung"

Ende letzter Woche wurde der etwas ausführlichere Bericht von der Jahrestagung der Reservisten der Bundeswehr veröffentlicht.
Verbandspräsident Oberst d.R. Oswin Veith, MdB, hat dort seine Hoffnung formuliert, dass "bis 2026 in jedem Bundesland ein Landesregiment mit einem charismatischen Kommandeur, einer Truppenfahne und einem Verband zwischen 800 und 2000 Reservisten zur Unterstützung von Polizei und Bundeswehr in Notlagen vorhanden ist."



Es begann mit einer Vision. Deutschland im Jahr 2026. „Wir leben in einer Zeit hoch komplexer Bedrohungen und rascher Lageveränderungen“, sagte Verbandspräsident Oberst der Reserve Oswin Veith, MdB und unterstrich weiter: „Das erfordert, dass wir unser Denken anpassen und vielleicht auch mal einen Schritt weg vom Geländer wagen müssen.“ Das tat er dann auch: Der Vielzahl an vielschichtigen Krisen und Konflikten, an multidimensionalen Bedrohungen werde Deutschland begegnen müssen. Die Schutzbedürftigkeit der Menschen habe dabei oberste Priorität. „Ich träume davon, dass 2026 in jedem Bundesland ein Landesregiment mit einem charismatischen Kommandeur, einer Truppenfahne und einem Verband zwischen 800 und 2000 Reservisten zur Unterstützung von Polizei und Bundeswehr in Notlagen vorhanden ist“, sagte der Bundestagsabgeordnete.
Ob und in welchem Umfang diese Vision einmal Realität werden wird, bleibt abzuwarten. Für ihre Verwirklichung dürften einige ganz maßgebliche Veränderungen im Lande eintreten müssen.

Die Akzeptanz für einen Einsatz der Bw und insbesondere auch deren Reserve im Innern müsste bei der Politik -nicht bei der Bevölkerung, da dürfte sie mit großer Mehrheit bereits vorhanden sein- erkennbar reifen.
Solange nicht die Erkenntnis einsetzt, dass der Einsatz von gut ausgebildeten Reservistenverbänden nicht nur in Ländern wie bspw. den USA oder Frankreich einen erheblichen Mehrwert für das Land mit sich bringt, wird sich die Entwicklung der deutschen Reserve wohl eher entgegen der erhofften Richtung bewegen.

Der aktive Reservist ist heute bekanntlich kein automatisch nachwachsendes Gut und damit unerschöpfliche Resource mehr, sondern vielmehr ein zwar leistungsbereiter, aber auch selbsbewusster Zeitgenosse, der gefordert, aber auch gefördert und insbesondere auch ernst genommen werden möchte. Keineswegs ist er mehr ein Bittsteller, der sich je nach Belieben von BAPersBws Gnaden bei Bedarf einfindet!

Um erneut nennenswerte Heimatschutzverbände aufbauen zu können, wird man die knapper werdende Resource 'Reservist' gezielt durch engagierte Ungediente ergänzen müssen. Hierfür bedarf es gezielt öffentlicher Werbekampagnen. Das nahezu ausschließliche Begehen immer wieder derselben ausgetreten eigenen Wege des VdRBw reicht IMHO nicht aus.
Entsprechend ausreichende Ausbildungskapazitäten müssten dann zeitgleich zur Verfügung stehen. Ebenso eine Verwaltung, die bereit und in der Lage ist, die Bereitwilligen angemessen zu begleiten. Mit Amtsschimmeln gewinnt man heutzutage keine Leistungsträger mehr, sondern verprellt sie!

Grundsätzliches Potential meine ich auch darin zu erkennen, dass sich z.B. Mannschaftssportarten, wie Airsoft, PaintBall und LaserTag zunehmender Popularität und Ausbreitung erfreuen. Airsoft wird hierzulande von den einschlägigen politischen und medialen Meinungsmachern zwar unverändert hartnäckig als in höchstem Maße politisch unkorrekt verurteilt, ist aber bspw. in den USA, England oder auch Japan anerkannte Sportart.
Nach allem was ich bisher sachlich (nicht ideologisch) zu dem Thema gehört, bzw. gelesen habe, treffen sich da Gediente und Ungediente regelmäßig, um  durchaus ernsthaft ihrem sportlichen, taktischen Hobby nachzugehen.
Waffen und Ausrüstung sind nicht billig, die Wege ins benachbarte Ausland, wo große Airsoft-Events stattfinden können, ohne dass weite Teile der jeweils heimischen politischen 'Elite' an Schnappatmung zu Grunde gehen, weit.

Ein weiteres Indiz dafür, dass zumindest Teile der Jugend eben nicht nur noch in der Lage sind, "am PC zu ballern", sondern bereit sind, sich real in der Tiefe des Raumes quasi-militärisch zu bewegen und betätigen, sehe ich auch darin dass die Industrie zwischenzeitlich ein Riesenangebot an täuschend echt aussehenden Airsoft-Waffen bereitstellt. So gesehen bei der Waffenausstellung IWA in Nürnberg im Frühjahr.

Lange Rede, kurzer Sinn. Es scheint allen Unkenrufen zum Trotz ein Interesse an militärischer Betätigung im Lande zu geben. Dies gilt es in geeigneter Weise anzuzapfen. Würde mich sehr wundern, wenn da nicht Interessierte einer sinvollen ... oder sagen wir ... sinnvolleren Beschäftigung zugeführt werden könnten ;-)

So neu generierte, aber auch bereits existierende Heimatschutzbestände werden aber auf Sicht als Dienende nur zu halten sein, als sie sich von der Bundeswehr, insbesondere aber der Politik, ernst genommen fühlen und das nicht nur in Form von Lippenbekenntnissen.

Das wird solange eher nicht der Fall sein, wie Reservisteneinsätze, von Grabpflege- und Flüchtlingseinsätzen einmal abgesehen, immer wieder eher verschämt und versteckt vor der öffentlichen Wahrnehmung (exceptions may occur), denn öffentlich anerkennend, stattfinden (müssen).
Und das wird möglicherweise auch auf Dauer nicht wirklich gelingen, solange bspw. top-ausgebildete (nicht nur praktisch, sondern auch rechtlich) Sicherungskräfte noch nicht einmal mit Eigensicherungsmaßnahmen versehen, gleichsam mit heruntergelassenen Hosen, in nächtliche Sicherungseinsätze geschickt werden!

Hierfür ist wie gesagt ein erhebliches politisches Umdenken erforderlich, das derzeit nicht in Sicht ist.
Trotzdem -oder gerade deswegen- sollte der Reservistenverband sehr viel selbstbewusster auftreten, will er nicht irgendwann in der Bedeutungslosigkeit versinken. Zum Beispiel bei der Forderung nach einer wieder für Arbeitgeber ohne Wenn und Aber verbindlichen Heranziehung von beorderten Reservisten

Die ganz überwiegende Zahl der Leser dieses Beitrages wird sich denken: "Träum' weiter, OSG!". Aber da halte ich es wie unser Verbandspräsident, man muss auch Träume haben .....


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Aufgefallen:

Wirtschaftswoche: " In der Türkei passiert ungeheuerliches: Ein NATO-Mitgliedsland wird zur islamistischen Diktatur und rüstet sich für den Bürgerkrieg. Die Reaktion des Westens dagegen ist jämmerlich."

FAZ: Erdogan erhebt Anspruch auf irakisches Mossul

Augen Geradeaus: Erstmals „Kampfretter“ in Afghanistan im Einsatz

N-TV: Bundeswehr plant Cyber-Reservestreitkräfte

Bundeswehr Classix: Handstreich Häuserkampf - Bundeswehr (1977)



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TV-Tipp Montag:

Tele 5:     2015 - 2200: The Blair Witch Project (Horror)


Kabel 1:  2015 - 2245: Real Steel - Stahlharte Gegner (Action mit Hugh Jackman)

               0100 - 0230: Bloodsport
                                   (Martial Art Action mit Jean-Claude Van Damme)

Phoenix: 2015 - 2100: Katharina von Bora (Doku)

               2100 - 2145: Thomas Müntzer (Doku)


TV-Tipp Dienstag:

PRO 7: 2015 - 2300: Flight (Psychodrama mit Denzel Washington)

            2300 - 0135: Shutter Island (Psychothriller)

3SAT:   2300 - 0110: Das Attentat – Sarajevo 1914  

Freitag, 28. Oktober 2016

Tarnkleidung - Gefahr für Leib und Leben?





Militärische Tarnkleidung -für Zivilisten- einmal aus einem etwas anderen Blickwinkel.

In diesem Sinne ein schönes Wochenende!

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Aufgefallen:

Cicero: Kalter Krieg 2.0

WELT / N24: Was steckt hinter dem seltsamen Tankstopp von Putins Flugzeugträger?

Bietigheimer Zeitung: Deutschland schickt Leopard-Panzer und Soldaten nach Litauen (Anm.: Thomas Wiegold [Augen Geradeaus] berichtete gestern via Twitter von gerade einmal 4 -in Worten vier- Leopard-Panzern der Bw. Das ist eigentlich noch nicht einmal eine Meldung wert. Das ist lachhaft!)

NDR: Bundeswehr nimmt Schulungszentrum in Betrieb


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TV-Tipp Freitag:

RTL II:    2015 - 2200: Jurassic Park III

               2200 - 2355: Dawn of the Dead (Zombiehorror)

ARD:       0300 - 0503: Duell – Enemy at the Gates (Kriegsdrama)

Phoenix: 2015 - 2230: Von Sibirien nach Japan – Mit Klaus Scherer durch ein vergessenes Paradies (Doku)


TV-Tipp Samstag:

SAT 1: 2015 - 2330: Transformers: Ära des Untergangs (SciFi)

            2330 - 0140: Eraser (Actionthriller)

Tele 5: 2015 - 2200: Frankenfish (Monsterhorror)


TV-Tipp Sonntag:

PRO 7: 2015 - 2315: Exodus: Götter und Könige (Bibelepos)

            2315 - 0110: Faster (Actionthriller)

ARTE:  2015 - 2215: Luther (Historiendrama)
 

Donnerstag, 27. Oktober 2016

RSUKp Schleswig übt mit Pateneinheit LTG 63


Folgender Bericht kommt aus Schleswig-Holstein. Die RSUKp Schleswig übte mit ihrer Pateneinheit, dem Luftwaffentransportgeschwader 63.







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Aufgefallen:

VdRBw RP: Sicherheitspol. Seminar in Damflos (Hunsrück) (Anm.: Werde selbst dort sein. Mit dem Waffen- und Terrorexperten Dr. David Schiller sowie Marco Seliger, dem Chefredeakteur von „LOYAL“ sind Top-Referenten am Start!)

Luftwaffe.de: MANTIS im scharfen Schuss 


Bundeswehr.de: Video – Quick reaction alert at 74th Squadron, Bundeswehr Tactival Airforce






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TV-Tipp Donnerstag:

Kabel 1: 2015 – 2220: Die purpurnen Flüsse (Thriller mit Jean Reno) - 

               2220 – 0015:  Die purpurnen Flüsse II – Die Engel der Apokalypse (dito) -  

VOX:      2015 – 2245: Iron Man 2 (Superheldenabenteuer)
               2245 – 0050: Blade (Actionhorror)


Mittwoch, 26. Oktober 2016

Prepper-Blog: "Warum Survivor sterben werden"




Ein paar grundsätzliche Gedanken zur Vorbereitung eines "Notfall-Exits" vom Macher des Prepping-Kanals: BugOutSurvival.
Auch für den Nicht-Prepper vielleicht einmal ganz interessant, zumindest von derartigen Gedankengängen einmal gehört zu haben.

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Aufgefallen:

VdRBw: Tobias Zech ist neuer Stellvertreter des Präsidenten

Augen Geradeaus: Einsatz deutscher Hubschrauber in Mali scheint festzustehen





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TV-Tipp Mittwoch:

Tele 5:    2015 - 2200: Beyond – Die rätselhafte Entführung der Amy Noble

Kabel 1: 2335 - 0140: Vertrauter Feind (Politthriller mit Harrison Ford)

Dienstag, 25. Oktober 2016

Kommentar zum NEUEN Reservistenausweis

Eine weitere 'TOP-Meldung' brach sich während meiner einwöchigen Auszeit Bahn!

Was lange währt. Vorsorglich gilt der Alte aber doch noch bis 30.06.2017 ;-)



http://www.reservisten.bundeswehr.de
Berufssoldaten und -soldatinnen sowie beorderte Reservistinnen und Reservisten können den Ausweis Reservisten erhalten. Auch unbeorderte Reservistinnen und Reservisten, die in der Reservistenarbeit engagiert sind, sowie Mandatsträger oder Mandatsträgerinnen und Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen des VdRBw oder einer Mitgliedsvereinigung des Beirats für Reservistenarbeit beim VdRBw können den Ausweis Res ebenfalls erhalten.

Der NEUE Reservistenausweis steht ab sofort über den Versorgungsweg zur Verfügung, muss jedoch während einer Dienstleistung nach dem IV. Abschnitt des Soldatengesetzes beim Dienstleistungstruppenteil oder außerhalb einer Übung beim zuständigen Landeskommando beantragt werden. Ab sofort besteht ebenfalls die Möglichkeit, den neuen Ausweis bereits am Ende der aktiven Dienstzeit zu beantragen. Die "Altausweise" behalten noch bis 30.06.2017 ihre Gültigkeit!

Ein Vorteil des neuen Ausweis ist, dass die bis dato getrennt zu beantragende allgemeine Uniformtrageerlaubnis gemäß § 3 Nr. 1 – 4 Uniformverordnung nun gleich mit beantragt werden kann. Auch der neue Ausweis Reservisten ist weiterhin nur in Verbindung mit dem Personal- oder Reisepass gültig.

Das Antragsformular (Bw-3309) steht in der Formulardatenbank der Bundeswehr zur Verfügung und kann ebenfalls im Downloadbereich dieser Seite (Downloadbereich "Formulare") geladen werden.

Auch die gerade frisch erschienene Ausgabe der RESERVE aktuell berichtet von dem neuen Dokument (Seite 16).
Demnach ist der Ausweis für ehemalige Berufssoldaten, beorderte Reservisten sowie unbeorderte Reservisten, die in der Reservistenarbeit engagiert sind, bestimmt.
Wer legt fest, ab wann ein Reservist wie engagiert ist?
Auf der Rückseite des Ausweises kann die allgemeine UTE vermerkt werden, die aber weiterhin separat beantragt werden muss.

Äußerlich (zumindest die Front) unterscheidet sich Alt und Neu lediglich in der Farbgebung sowie der Versorgungsnummer. Hab' meine Pappe mal daneben gelegt. Ob das neue Papier fälschungssicherer ist? Sieht zumindest optisch, soweit erkennbar, nicht danach aus.

Für was der Aufwand getrieben wurde und welchen Mehrwert der neue Ausweis für die Bw bringt, erschließt sich mir nicht. Für den "RSU-Ranger" bringt er sicherlich keinen Zusatznutzen. Weiterhin ist der Ausweis nicht mit einem Lichtbild versehen, heißt, an der Wache muss nicht nur der R-Ausweis, sondern weiterhin zusätzlich auch noch umständlich der Personalausweis herausgefummelt werden.

Auch der Beorderungstruppenteil geht unverändert nicht aus dem Dokument hervor, sodass wir uns weiterhin nicht -in welchem Zusammenhang auch immer- als beorderte RSU-Soldaten identifizieren können.

Offizielle Truppenausweise für beorderte RSU-Soldaten sollen ja angabegemäß parallel existieren. Allerdings bekommen wir die ja ohnehin eher nicht und wenn, dann jeweils nur kurzzeitig, zu sehen.

Nun ja, wie es aussieht, werden wir jetzt also in absehbarer Zeit das eine wenig aussagekräftige grüne Dokument gegen eines mit der gleichen Aussagekraft in bläulicher Ausgestaltung eintauschen ...


Über meine VdRBw-Geschäfsstelle kam gerade noch folgender Bearbeitungshinweis:
Der Antrag besteht aus 2 Seiten. Die Vorderseite soll vom Antragsteller ausgefüllt werden, die Rückseite wird nach Einreichung vom Bearbeitenden ausgefüllt.

Bei der Einreichung des Antrags achten Sie bitte darauf, dass beide Seiten eingereicht werden (idealerweise auf einem Blatt). Ebenso sollten Sie jeweils ein Kreuzchen in die ersten beiden Kästchen setzen, nämlich dass Sie zum einen den Ausweis beantragen möchten und zum anderen auch gleichzeitig eine allgemeine Uniformtrageerlaubnis (die auf dem Ausweis später mit eingetragen wird)
erhalten möchten.

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Aufgefallen:

Bundeswehr.de: Bundeswehr aktuell Nr. 42

N-TV: Bundeswehr zeigt Reality-Doku mit Rekruten

Bundeswehr Journal: Erster Airbus A400M mit Selbstschutz für die Luftwaffe

Bundeswehr.de: Video: Rettung aus der Bergwand

Spiegel Online:  Geheime Kriegstaktik Aufmarsch der Gummiarmee

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TV-Tipp Dienstag:

ARTE:     2015 - 2200: Vom Kämpfen und Sterben der Internationalen Brigaden  (Doku)

WDR:      2340 - 0100: Point Blank (Actionthriller)

NDR:      0000 - 0125: Seeblind (Reportage)

Phoenix: 2015 - 2100: Wildes Deutschland - Der Stechlin (Doku)

               2100 - 2145: Wildes Deutschland - Der Spreewald

Montag, 24. Oktober 2016

Neufassung der Verfahren zur Feststellung der Dienstfähigkeit von Reservisten in Kraft



Während meines Urlaubs ist es also geschehen. Die Veröffentlichung des Sanitätsdienstes über das "Inkrafttreten der Neufassung der Verfahren zur Feststellung der Dienstfähigkeit von Reservisten" ist am 13.10. erfolgt und wurde von einem aufmerksamen Kameraden (und Verbandsfunktionär) wohl mehr oder weniger zufällig am 17.10. entdeckt.

Der erste Kommentar in der RSU-FB-Gruppe: "Kommt recht spät!", beschreibt zurückhaltend das, was vermutlich viele Kameraden -nicht nur der RSUKr- denken. Für Einige kommt das möglicherweise auch deutlich zu spät.


Generaloberstabsarzt Dr. Tempel und Oberstarzt Dr. Fiedler bei der Unterzeichnung (Quelle: Sanitätsdienst der Bundeswehr/Markus Dittrich) 


Man müsste das erwähnte "Kapitel 4 aus der A1-831/0-4000 'Wehrmedizinische Begutachtung von Reservistendienst Leistenden' " mal im Einzelnen sehen, bzw. entsprechende Kommentierungen involvierter Institutionen und/oder für die Reserve zuständiger Bw-Offizieller abwarten, aber es scheint das zu sein, was seit Jahren gefordert wurde. Eine Erleichterung und insbesondere zeitliche Streckung der regelmäßigen Überprüfung der medizinischen Tauglichkeit beorderter Reservisten.

Ich persönlich erkenne mit einem von 1 auf 3 Jahre erweiterten Intervall allerdings allenfalls ein Minimalzugeständnis an die Reserve. Aber immerhin, es bewegt sich etwas. Das verdient Respekt und Anerkennung gegenüber denen, die sich dafür eingesetzt haben. Der erhoffte 'große Wurf' scheint es dennoch nicht zu sein.

Mir fällt dabei die Antwort eines hohen Stabsoffizieres vor längerer Zeit auf die Frage ein, wann er denn zum letzten Male einer medizinischen Überprüfung zum Zwecke der Feststelllung seiner Dienstfähigkeit unterzogen wurde. Die Antwort kam direkt: "Bei meiner Musterung in den 70ern", um dann zu korrigieren: "Nein, Korrektur, bei meiner Verpflichtung zum Berufssoldaten" (Anm.: ebenfalls Jahrzehnte zurückliegend).

Hier der Text der Veröffentlichung: 

Neuerungen

Grundsätzlich wird nun bei dienstfähig entlassenen Reservistinnen und Reservisten im Rahmen einer Regelvermutung vom Fortbestehen dieser zuletzt festgestellten Dienstfähigkeit ausgegangen.
Grundlage für diese Feststellung ist die letzte in den Gesundheitsunterlagen dokumentierte Verwendungsfähigkeits- bzw. Grunduntersuchung.
Sind seit dem Ausscheiden aus dem Wehrdienst oder dem letzten Reservedienst mehr als zwei Jahre vergangen, erfolgt vor der Heranziehung eine Anhörung der Reservistin bzw. des Reservisten durch das zuständige Karrierecenter der Bundeswehr (KarrC Bw). Dabei soll geklärt werden, ob zwischenzeitlich eine gesundheitliche Veränderung mit zu vermutender Auswirkung auf die Dienstfähigkeit eingetreten ist.
Sollte dies der Fall sein, entscheidet der zuständige Ärztliche Dienst des KarrC Bw über das weitere medizinische Vorgehen.

Weniger ist das neue Mehr

„Bei einem Reservistendienst ohne körperliche Belastung, wie beispielsweise einer reinen Stabsdienstverwendung, wird die Begutachtung auf eine truppenärztliche Befragung begrenzt“, erklärt Oberstarzt Dr. Rüdiger Fiedler, der maßgeblich an der neuen Verfahrensweise mitgewirkt hat.
Bei einem Reservedienst mit körperlicher Belastung ist eine Begutachtung auf Verwendungsfähigkeit durchzuführen, wenn die letzte Grunduntersuchung bzw. Verwendungsfähigkeitsuntersuchung mehr als drei Jahre zurückliegt. Über den Untersuchungsumfang entscheidet die zuständige Truppenärztin oder der zuständige Truppenarzt unter Berücksichtigung der vorgesehenen Verwendung. Erfolgte die letzte Verwendungsfähigkeitsuntersuchung bzw. Grunduntersuchung innerhalb der letzten drei Jahre, ist die Begutachtung grundsätzlich auch auf eine truppenärztliche Befragung zu begrenzen.

„Mit dieser Anpassung der wehrmedizinischen Begutachtung wird der Aufwand für alle Beteiligten begrenzt. Den veränderten Anforderungen an die Reservistendienst Leistenden wird Rechnung getragen“, erklärt Oberstarzt Dr. Fiedler. „Denn bei fehlender körperlicher Belastung und Verwendung in rein administrativer Verwendung während eines Reservedienstes können andere Maßstäbe zur Anwendung kommen, als z.B. bei einem jungen Menschen in einer Kampftruppenverwendung.“
Auch die Eigenverantwortung wird gestärkt. Denn der „neue Auftrag“ für die Reservistendienst Leistenden lautet: Für die korrekte Einschätzung des aktuellen Gesundheitszustandes im Rahmen der Befragung oder der abzugebenden Erklärung sind sie nun ein Stück mehr selbst verantwortlich.
  
Und hier einige nicht offizielle Kommentare von Kameraden, die entweder unmittelbar involviert waren, oder doch zumindest dank eines besseren Einblicks das Geschriebene besser zu interpretieren wissen, als bspw. ich Uneingeweihter (hier allerdings jeweils aus dem Diskussionszusammenhang gerissen):

  1. Es gibt ab sofort nur noch anlassbezogene, im Umfang angepasste Untersuchungen. In sehr vielen Fällen wird eine reine Befragung ausreichen, vor allem für RDL ohne körperliche Belastung. Die Ergebnisse von KC und TrArzt werden wechselseitig anerkannt. Für Stabsbären ist ein Anforderungssymbol F 205 unterschriftsreif, da gibt es dann nahezu keinen Ausschluss mehr für Menschen, die einfach älter geworden sind ... Es tut sich was!
  2.  
    Doch, es geht auch um den laufenden Betrieb. Für RSUKr ist wohl relevant:
    "Bei einem Reservedienst mit körperlicher Belastung ist eine Begutachtung auf Verwendungsfähigkeit durchzuführen, *wenn die letzte Grunduntersuchung bzw. Verwendungsfähigkeitsuntersuchung mehr als drei Jahre zurückliegt*."
    Das heißt: alle drei Jahre muss begutachtet werden, wobei je nach tatsächlicher Verwendung gilt:
    "Über den Untersuchungsumfang entscheidet die zuständige Truppenärztin oder der zuständige Truppenarzt unter Berücksichtigung der vorgesehenen Verwendung."
    Das heißt, dass der TrArzt unterschiedliche Kriterien ansetzen sollte in Bezug auf die Tauglichkeitsmerkmale. "Erfolgte die letzte Verwendungsfähigkeitsuntersuchung bzw. Grunduntersuchung innerhalb der letzten drei Jahre, ist die Begutachtung grundsätzlich auch auf eine truppenärztliche Befragung zu begrenzen."
    Das klingt doch sehr eindeutig und erleichtert die Einschleusung innerhalb dieser drei Jahre ungemein.
  3. Es ist aber so gedacht, dass nicht ein grosses Routineprogramm abgearbeitet werden soll mit sinnlosen Untersuchungen, was die eigentliche Fragestellung anbelangt. Ganz gezielt soll z.B. geprüft werden, ob der RDL den Bagger fahren kann - ob er schnell rennen kann oder Jucken zwischen den Zehen spürt ist dabei uninteressant. So gewinnen beide Zeit und vermeiden Aufwand: der RDL u der Arzt. Ok?
  4. Vor einer Beorderung in der RSU muss man nach wie vor zum KC.
    Aber dannach wird das Leben für uns jetzt wesentlich leichter.
    Das nach 3 Jahren ist nicht zwangsläufig ein kompletter  90/05er, wie wir ihn kennen. Wir melden nun X Mann an und der Arzt entscheidet was er für erforderlich hält. Theoretisch könnte er z.B. entscheiden, dass der Fargebogen ihm reicht. Eine abgespeckte Version des bisherigen 90/5-Prozederes ist jedenfalls zu erwarten.
Es sieht also ganz danach aus, als ob die Truppenärzte in der Fläche einen deutlich größeren Ermessensspielraum erhalten haben. Wie dies letztlich in der Praxis gelebt wird und ob nicht doch weiterhin bei der Eingangsuntersuchung bspw. in jahrzehntealten, lange ausgeheilten, Alterkrankungen und -verletzungen bis zum Exzess herumgebohrt wird und Ähnliches, bleibt abzuwarten.

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Aufgefallen:

PEX:  Von der Leyen bekräftigt Bedarf an fünf Korvetten für die Marine

BMVg: Ursula von der Leyen eröffnet erstmalig Jahrestagung der Reserve der Bundeswehr (Anm.: Jede Menge Fotos gibt es hier )


Oberst a.D. Joachim Sanden, VdRBw-Landesvorsitzender RP, 
bei der Jahrestagung der Reserve am 21.10.2016

BMVg: Ministerin: Reservisten machen einen „fabelhaften Dienst“

Deutscher Bundeswehr Verband: „Die Rekruten“: Neue Nachwuchs-Kampagne der Bundeswehr

Augen Geradeaus: Unsere blauen Jungs jagen Putins Flugzeugträger!

WELT/N24: Putins Flugzeugträger ist ein marodes Dampfschiff

Augen Geradeaus: Streit um deutschen Einsatz in Incirlik: Die nächste Runde?  (Anm.: Auch das ist sicherlich erklär- und damit akzeptierbar!)

Augen Geradeaus: Sanitäter bei der Volksbefreiungsarmee


NWZ Online: Brand In Bremen 15 Bundeswehr-Fahrzeuge in Flammen 


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TV-Tipp Montag:

Kabel 1: 2015 - 2245: The Matrix Revolutions (SciFi-Action)

              2245 - 0055: Equilibrium (SciFi-Thriller)

ARTE:    2015 - 2215: Dame, König, As, Spion (Geheimdienstkrimi)

              2215 - 0005: Der Spion, der aus der Kälte kam (Agententhriller)     

Freitag, 14. Oktober 2016

Bevölkerungsschutzmagazin - Ausgabe 03/2016 erschienen - Hier geht es weiter am 24. Oktober



 
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wurde hier im Blog im Rahmen eines Prepping-Beitrages von Sacki bereits erwähnt.

Kürzlich wurde das neue (bzw. überarbeitete) Krisen-Vorsorgekonzept veröffentlicht, was zu heftigen Medienreaktionen führte. Das Vorsorgekonzept selbst ist natürlich nicht neu. Auch die Tatsache, dass es behördlicherseits für zweckmäßig erachtet wird, eine Krisenmindestvorsorge zu treffen, sollte eigentlich nicht verwundern, sondern -zumindest für Familienväter- selbstverständlich sein.
Den Zeitpunkt der Veröffentlichung des überarbeiteten Konzepts betrachte ich übrigens, allen eilfertigen offiziellen Versicherungen zum Trotz, nicht für einen reinen Zufall.

Das Amt gibt übrigens schon seit Jahrzehnten Publikationen heraus, wie beispielsweise das "Bevölkerungsschutz Magazin". Dieses erscheint vierteljährlich und ist in der aktuelllen Ausgabe 03/2016 von Mitte September hier downloadbar oder auch analog kostenfrei bestellbar. Ich habe mir das 60-Seiten-Heft mal bestellt, das scheint nicht schlecht gemacht zu sein.

In diesem Sinne einen weiteren, hoffentlich krisenfreien, Oktober, sofern man heutzutage überhaupt noch von 'Krisenfreiheit' in unserem Lande sprechen kann!
Ich bin der eindeutigen Meinung: Nein! Und das nicht erst seit Lektüre des aktuell in den Bestsellerlisten des Buchhandels platzierten Buches von Rainer Wendt, seines Zeichens oberster Polizeigewerkschafter, - "Deutschland in Gefahr".


Wer sich wirklich aus erster Hand und uneingefärbt von einem Mann informieren lassen will, der es sich als Gewerkschafter einerseits leisten kann, "eine Meinung zu haben" und andererseits wie vermutlich kein Zweiter weiß, was an vorderster Front abgeht, dem sei dieser Titel nahegelegt.

Ich mache jetzt erst einmal 1 Woche Herbsturlaub. Hier geht es weiter, am Montag den 24. Oktober.
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Aufgefallen: 

Deutschlandfunk: Frankreich Regierung billigt Einrichtung einer Nationalgarde (Anm.: Interessant festzustellen, dass es doch noch europ. Demokratien gibt, die ohne Wenn und Aber bereit sind, die Realität als solche wahrzunehmen und reale Konsequenzen daraus zu ziehen. Schweden hat sich klar dazu bekannt, dass es ein großer Fehler war, die Allg. Wehrpflicht in 2010 auszusetzen und hat diesen Fehler jetzt korrigiert. Das verdient Respekt. Und auch die Franzosen kündigen nicht nur die Nationalgarde an, sie machen das!! Ob dies in den genannten Ländern letztlich ausreicht, dem Wahnsinn, der da auf verschiedenste Weise und in zunehmendem Maße auf Europa einstürmt, zu begegnen, ist eine andere Frage. Man verfügt dort aber offensichtlich über Regierungen, die nicht nur handlungsfähig sind, sondern sich als Krisenmanagement verstehen und auch handeln"

PEX:  Österreich fordert mehr Anstrengungen gegen Flüchtlingskrise: EU-Außengrenzen schützen

Augen Geradeaus: Umfrage zum deutschen Anti-ISIS-Einsatz: Mehr tun? (Anm.: Meine Meinung: Von deutscher Seite reine Alibi-Politik.)

Bundeswehr.de: Video: Feuer und Bewegung auf der ILÜ

SKB: Video: Logistische Basis – ein Feldlager entsteht

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TV-Tipp Freitag:


RTL II: 2015 - 2235: Jurassic Park

            2235 - 0055: Dead Rising: Watchtower (Actionhorror)

            0110 - 0235: Doomsday - Tag der Rache (SciFi-Horror)

3 SAT:  2235 - 0015: Good Kill – Tod aus der Luft (Drama)

            0015 - 0055: Drohnenkrieg – Tod aus der Luft (Doku)

Bayern: 2330 - 0100: Kalter Schweiß (Actionthriller mit Charles Bronson)


TV-Tipp Samstag:

SAT 1:  2015 - 2255: Illuminati  (verschwörungsthriller)

            2255 - 0105: Die Entführung der U-Bahn Pelham 123  (Thriller)

Tele 5: 2015 - 0010: The Day of the Triffdis (SciFi Horror)


TV-Tipp Sonntag:

Arte:     2015 - 2230: Das Black Book (Weltkriegsthriller)


RTL:     2015 - 2250: The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro

PRO 7: 2250 - 0135: Prisoners (Psychothriller mit Hugh Jackman)


Donnerstag, 13. Oktober 2016

Chefwechsel bei der RSUKp Oberbayern


 Kp-Wimpel der Oberbayern


Letzte Woche hat es einen Chefwechsel bei der RSUKp Oberbayern gegeben, wie berichtet wird:
RSUKp Obb unter neuem Kommando

Aus den Händen von OTL Claus, stv. Kdr. RegStab TA Süd, empfing OTL d.R. Artur Landenberger den Kp-Wimpel. Mit diesem symbolischen Akt übernahm der neue Kp-Chef das Kommando über die "Oberbayern".
Der bisherige Kp-Chef OTL d.R. Dr. Burkhard Scholz musste schweren Herzen seinen Posten aufgeben. Selbst auf die Anwesenheit
zur Kommandoübergabe musste er aus beruflichen Gründen verzichten. Wir, die Soldaten der RSUKp, danken unserem ehemaligen
Chef für seine Arbeit und hoffen ihn bald wieder in unserer Mitte begrüßen zu können.
OTL d.R. Landenberger ist ein Mann der ersten Stunde und vielen als Zugführer des UstgZuges bekannt. Als gelernter Gebirgsjäger wird er weiterhin die Gebirgsausbildung, Sommer wie Winter, in unserer Kompanie vorantreiben. Wir wünschen unserem neuen Chef alles Gute und zwar mit einem dreifachen Horrido Joho.
Hptm d.R. M. Scheller

 OTL d.R. Renger meldet dem stv. Kdr. RegStab TA Süd OTL Claus
 

Mich freut das ganz besonders, gehört OTL d.R. Landenberger doch zu den Wenigen, die sich nicht nur für ihre Sache -also die Einheit- außerordentlich stark machen, sondern sich darüber hinaus auch immer wieder um die Sache insgesamt bemühen.

Will heißen, aus dessen Feder, respektive auf dessen Veranlassung entstehen immer wieder schöne Berichte, die zur Veröffentlichung freigegeben werden können und so für die RSU-Sache wirken können, indem sie einfach Lust machen, mitzumachen. Auch wenn sich unbedingt jeder in der Lage sehen mag, es den Gebirgsjägern unmittelbar nachzumachen ... ähem ... ja ...


 Übergabe des Kp-Wimpels an OTL d.R. Artur Landenberger



 OTL d.R. Artur Landenberger meldet die Kommandoübernahme



Die erste Ansprache als Chef


Glückwunsch zur Kommandoübernahme, Artur, nochmals von hier aus!


Und gleich weiter geht es mit einem aktuellen Bericht von der jährlichen Ausbildungswoche der Oberbayern, ebenfalls von Hptm d.R. M. Scheller

Der Berg rief ...
und wir erhörten ihn. Der erste Teil unserer jährlichen Ausbildungswoche stand ganz im Zeichen des Ausbaus der Fähigkeiten im Gebirge.
An zwei Tagen standen im Wechsel zwei Ausbildungseinheiten auf dem Programm. Während wir am Samstag unsere Zeit bei strahlendem Sonnenschein auf der Schießbahn verbrachten, installierten die "Berggeister" des LKdo Bayern einen kleinen Alpinparcours. StFw d.R. "Emu" Lautner und sein Team bereiteten in der Sainsbachklamm bei Mittenwald die Stationen vor.
Am Sonntag empfingen uns tief hängende Wolken und Regen, mit einem Wort: Jägerwetter.Auf mich wartete als erstes die Sainsbachklamm, konkret ca. 45m Abseilen. Die ersten Meter entlang einer senkrechten Wand, anschließend über einen Überhang frei hängend und weiter an einer steilen Schräge gelangten wir zum Sainsbach hinunter. Auf der anderen Seite galt es mit einem Seilgeländer wieder zum Rand aufzusteigen. Beim Abstieg war als zusätzliche Schwierigkeit mit Begegnungen zu rechnen und dabei die Sicherungskarabiner einer nach dem anderen umzuhängen. Zurück zur Abseilstation mussten wir noch ein zweites technisch anspruchsvolleres Seilgeländer überwinden. Dabei erwies sich die Steigklemme als große Hilfe.
Am nächsten Tag, das Wetter hatte sich etwas gebessert, brachen wir zu einem Bergmarsch über die sogennante Hörnerreibn, den Hausbergen von Bad Kohlgrub, auf. Über eine Distanz von ca. 16 km galt es einen Höhenunterschied von 900 m zu überwinden. Die Einkehr in der Hörnlehütte war eine willkommene Pause zur Stärkung für den Abstieg. Das regnerische Wetter machte die Gebirgsausbildung durch nasse Felsen und schmierige Wege noch anspruchsvoller. Die ca. 50 Soldaten der RSUKp Obb meisterten die Schwierigkeiten mit Bravour und unterstrichen, dass wir unsereren Auftrag auch im Gebirge erfüllen können.
Hptm d.R. M. Scheller
Eine Reihe schöner, animierter Bilder sind hier zu finden (Facebook-Link). 


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Aufgefallen:

WDR: Outdoor-Jacken - Imprägnierung

WELT:  Diplomatischer Eklat „Benimm dich“, sagt Erdogan, „du hast nicht meinen Rang“ 

WELT: Türkei muss sich zwischen Putin und der Nato entscheiden  

Focus Online: Streit zwischen Paris und Moskau: Putin sagt Frankreich-Reise ab

Bundeswehr.de: Video: Feuer und Bewegung auf der ILÜ

Nordkurier: Rückkehr des Euro Hawk Bundeswehr-Drohne soll wieder fliegen 

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TV-Tipp Donnerstag:

VOX:  2015 - 2335: The Dark Knight Rises (Batman)

ARTE: 2240 - 0025: Der Antichrist (Horror)

           0025 - 0155: Hinterhalt in Afghanistan (Kriegspolitdrama)


Mittwoch, 12. Oktober 2016

Packraft „MRS Microraft“ von Micro Rafting System (MRS) - Review

Hier also der von Sacki angekündigte Review zum Packraft



Das MRS Microraft ist ein sogenanntes Packraft - ein sehr leichtes und ausgesprochen robustes Rucksackboot, mit dem man Wandern und Wassersport kombinieren kann (Sacki)

Hier mein allgemeines Video zum Boot: https://www.youtube.com/watch?v=q90EL...

► Link zum Packrafting-Store: http://www.packrafting-store.de

► Packraft „MRS Microraft“: http://www.packrafting-store.de/Packr...
► Paddel „Anfibio Ultimate Multi“: http://www.packrafting-store.de/Padde...
► Weste „Anfibio Buoy Boy“: http://www.packrafting-store.de/Siche...
► Packsack „Hiko Trek Backpack 60“: http://www.packrafting-store.de/Packs...


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Aufgefallen:

BILD: Maulkorbpflicht und Spitzel-Befehl an der Stauffenbergstraße?

N-TV: Marine stellt U36 in DienstBundeswehr bekommt neue U-Boote

FAZ: Bundeswehreinsatz in der Türkei wird ausgeweitet 

Handelsblatt: Bundeswehr zwischen Wollen und Können

Augen Geradeaus: Vertrag für neues Marine-„Mehrzweckkampfschiff 180“ erst nach der Wahl

Bundeswehr.de: Erklärt: Das Verzögerungsgefecht

Bundeswehr.de: Video: Logistische Basis – ein Feldlager entsteht

Bundeswehr.de: Bundeswehr aktuell Nr. 40

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TV-Tipp Mittwoch:

Arte:      2015 - 2150: Marie-Octobre (Kriminaldrama v. 1958)

Kabel 1: 2220 - 0055: Dreamcatcher (Horror)

Hessen:  2345 - 0125: Tag ohne Ende (Kriegsdrama) 

Dienstag, 11. Oktober 2016

RSU - Ein zentraler Baustein der Reserve: Bericht über die Führungskräfte-Tagung.




Das Landeskommando Baden-Württemberg (Gastgeber) veröffentlichte Ende letzter Woche einen Bericht über die Führungskräfte-Tagung aller RSU-Einheiten Mitte September.

"Mehr als 100 Tagungsteilnehmer, Offiziere und Unteroffiziere der Reserve, die aktiven Beauftragten für Reservistenangelegenheiten der territorialen Kommandobehörden und Organisationsfeldwebel der RSU-Kompanien, hörten die enthusiastische Aussage des Generals. Seit Juli 2015 führt Knappe die 15 Landeskommandos der Bundeswehr und das Standortkommando Berlin, denen die 30 RSU-Kompanien der Bundeswehr unterstellt sind. Die erste dieser Einheiten der territorialen Reserve wurde 2012 im Stadtstaat Bremen aufgestellt."

 Die Zukunft der Reserve ist das beherrschende Thema der Tagung
 (Quelle: /LKdoBW/Döttling) 


Die unmittelbar die Basis betreffenden Neuigkeiten, die bisher nur gerüchteweise im Umlauf sind, werden nicht erwähnt.


 Brigadegeneral Schönfeld zur Eröffnung: "Die Reserve soll noch attraktiver werden" (Quelle: /LKdoBW/Döttling)

Interessant, die Schaffung der neuen "Steuergruppe „Reserve in der Streitkräftebasis", die jede Menge Arbeit haben dürfte. 

Eröffnet hatte die Tagung der Beauftragte für Reservistenangelegenheiten und stellvertretende Kommandeur des Kommandos, Brigadegeneral Jobst Schönfeld: „Wir sind das Fähigkeitskommando Reserve und arbeiten daran, die Reserve noch attraktiver zu machen.“ Schönfeld, seit Mai 2016 im Amt, ist Leiter der neu begründeten Steuergruppe „Reserve in der Streitkräftebasis (SKB)“, die in vier Arbeitsgruppen (Personal/ Organisation/ Ausbildung, Strukturen/ Zukunftsfähigkeit, Lehrgangsgestaltung und Sanitätsdienst) das von ihm erklärte Ziel verfolgt.
Gerade am Wochenende sprach mich wieder ein Kamerad an, "ob es denn üblich sei, dass man fast 11 Wochen nach Übersendung des Erfassungsbogen an die RSU noch absolut Null Rückmeldung bekommen hat?" Von einem weiteren Fall wurde berichtet -ebenfalls ein hochmotivierter Kamerad, knapp über 20-, der zunächst geeignet wäre, einem die Haare ausfallen zu lassen. Ich weiß noch nicht, ob oder ggf. was da schiefgelaufen ist, habe aber nicht erst seit vorgestern den diffusen Eindruck, dass sich zwischen den Vorgaben der Generalität (Personalgewinnung hat oberste Prioität) und dem, was die nachgeordnete Verwaltung -auf welcher Ebene auch immer- daraus macht, noch "größere Klüfte" auftun.

Personal für die Zukunft

Auch der aus Bonn angereiste Stellvertreter des Inspekteurs der Streitkräftebasis und Beauftragte für Reservistenangelegenheiten in der Streitkräftebasis, Generalleutnant Peter Bohrer, machte die Gewinnung qualifizierter Reservistinnen und Reservisten zum Thema. Er warnte davor, sich mit den frühen Erfolgen zufrieden zugeben: „Wir müssen aufpassen, dass die Anfangseuphorie nicht abebbt!“ Kameradschaftlich versicherte der General seinem Auditorium: „Ich habe allerhöchsten Respekt vor Eurer Motivation, der Motivation der Reservisten.“ Die RSU-Kompanien seien ein Erfolg, der jedoch nur dann Bestand haben könne, wenn die personelle Regeneration der Einheiten langfristig gelinge.


 Die Generäle Bohrer und Knappe setzen auf Reservedienstleistende auch ohne Wehrdienstleistung (Quelle: /LKdoBW/Döttling)

Insofern hätten mich auch die Fragen -und insbesondere die Antworten- interessiert, die im Rahmen der Tagung an das ebenfalls vertretene Personalamt gerichtet wurden:
Die Fachvorträge der Vertreter des Bundesamts für Personalmanagement, Köln, des Kompetenzzentrums für Reservistenangelegenheiten, Bonn, und der Stabsabteilungen des Kommandos Territoriale Aufgaben, Berlin, brachten die Tagungsteilnehmer auf den aktuellen Kenntnisstand und boten ihnen die Gelegenheit, ihre auch perspektivischen Fragen an kompetente Ansprechpartner zu richten.
Leider gibt es aber auch hierzu keinerlei Informationen - schade!

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Aufgefallen:

VdRBw: Bouffier ist großer Befürworter der Reserve

Kieler Nachrichten: Feuer an Bord der "Brandenburg"

Bundeswehr Journal: Bund der Steuerzahler empfiehlt Neubau der „Gorch Fock“

SKB: Video: Mobiles Feldtanklager bei Safety Fuel

Spiegel Online: Bundeswehr beobachtet aggressives Manöver russischer Kampfjets

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TV-Tipp Dienstag:

Super RTL: 2015 - 2220: Ausnahmesituation (Drama mit Harrison Ford)

Phoenix:      2015 - 2100: Alaskas Majestät - Der Denali Nationlapark (Doku)

                   2100 - 2145: Bären und Lachse des Nordens - Alaska (Doku)

                   2145 - 2215: Faszination Kanada - Kanadas Arktis (Doku 1/4)           



Montag, 10. Oktober 2016

RSU Berlin: Marsch zur Zugspitze


Habe hier noch einen Schnippel aus Berlin von Ende August. Ich denke, die Kameraden haben nichts dagegen, wenn ich ein paar von den tollen Fotos hierher verlinke, danke!

"Marsch" zur Zugspitze
Am 20.08.2016 bestiegen Kameraden und Gäste der RegSichUstgKp Berlin, in zwei Gruppen, die Zugspitze. Insgesamt wurden 2.300 Höhenmeter zurückgelegt! Die erste Gruppe legte eine Wegstrecke von über 26 km über den Partnachklamm zurück, die zweite Gruppe bestieg die Zugspitze über den Höllentalklamm und den Zugspitz-Gletscher.









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Aufgefallen:

PEX:  „Rettungskette“ für Bundeswehrsoldaten in Mali wackelt

NZZ: Russlands Atomarsenal wächst

Augen Geradeaus: Modernste Tornado-Jets der Luftwaffe müssen am Boden bleiben – auch in Incirlik

Focus Online: Druck auf Nato-LänderRussland stationiert Iskander-Raketen an Europas Grenze 

Finanznachrichten.de: Spiegel: 'Lack ab' - neue Probleme beim Bundeswehr-Airbus A400M

ZEIT: Saudi-Arabien nach Angriff auf Trauerfeier unter Druck

FAZ: Pakistan Militär soll Islamisten bekämpfen (Zitat: "Dem Militär und Geheimdienst wird vorgeworfen, islamistische Gruppen in den Nachbarländern Indien und Afghanistan zu unterstützen." -> Pakistan verfügt über atomare Waffen!)


 Imposante PANZER SHOW beim TAG DER BUNDESWEHR 2016 in Munster


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TV-Tipp Montag:

Kabel 1: 2015 - 2300: Matrix

              2300 - 0045: Resident Evil (SciFi-Horror)

Phoenix: 2015 - 2100: Wildes Deutschland 



Freitag, 7. Oktober 2016

Sacki: Mein neues Packraft: „MRS Microraft“





Sacki: Nach einigen Packraft-Touren mit Leihbooten wuchs in mir der Wunsch, dauerhaft eines zur Verfügung zu haben. Dieser Wunsch ist nun in Erfüllung gegangen :)

In diesem Sinne ein schönes Wochenende!

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Aufgefallen:

PEX: Bundesgerichtshof: Keine Entschädigung für Kundus-Opfer

Bundeswehr Journal: Europäisches Drohnenprogramm MALE RPAS startet durch (Anm.: Wieder ein europ. Gemeinschaftsprojekt!)

Deutsches Heer: Reservisten – Mit Euch geht’s noch besser!

Cicero: „Assad hat de facto keine Armee mehr“

Bundeswehr.de: Bundeswehr aktuell Nr. 39

MDR: Bundeswehr erstattet Strafanzeige gegen Aktivisten

DiePresse.com: Revolution! Deutsche Gewehre für Frankreichs Soldaten
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TV-Tipp Freitag:

PRO 7: 2015 - 2255: Star Wars: Die Rückkehr der Jedi-Ritter

             2255 - 0155: Watchmen - Die Wächter (Superheldenthriller)

3SAT:    2235 - 0025: Im Tal von Elah (Militär-Krimidrama)

RTL II:  0000 - 0140: Land of the Dead (Zombiehorror) 


TV-Tipp Samstag:

SAT 1: 2015 - 2310: The Da Vinci Code – Sakrileg (Mysterythriller)

            2310 - 0010: Shaft - Noch Fragen ? (Copthriller)

            0110 - 0305: Wehrlos - Die Tochter des Generals (Militärdrama)

Tele 5: 2015 - 2210: Wyvern - Die Rückkehr der Drachen (Horrorfantasy)

           2210 - 0000: Monsterwolf (Horror)


TV-Tipp Sonntag:

RTL:     2015 - 2255: White House Down (Actionthriller)

RTL II: 2015 - 2235: Ocean's Eleven (Gaunerkomödie mit George Clooney)

            2235 - 0110. Der Sturm (Katastrophendrama mit George Clooney)

SWR:   2015 - 2100: Wie aus Besatzern Freunde wurden – Die Entstehung der Deutsch-Französischen Freundschaft (Doku)


Donnerstag, 6. Oktober 2016

RSU Hamburg: Heli-gestützte Deichverteidigungsübung




Die Seite Bundeswehr in Hamburg hat kürzlich einige Fotos (inkl. Kommentare) von der jüngsten Übung der Kameraden in Hamburg veröffentlicht:
Derzeit ist es warm und trocken (naja, in Hamburg zumindest nicht mehr). Doch das kann sich schnell ändern. Regen und Wind können dafür sorgen, dass Flüsse über die Ufer treten und Land und Städte fluten - teilweise mit dramatischen Folgen. Die Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanie aus Hamburg übt deshalb regelmäßig die Deichverteidung. Diesmal mit zwei Hubschraubern des Marinefliegergeschwaders 5 aus Nordholz auf dem dortigen Übungsplatz.(Quelle: Frauke, Fotos: Bundeswehr)

 
 Der Sea Lynx nähert sich der Aufnahmestelle


Der Sea King schwebt über Soldaten der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie.



Die Soldaten hängen den Big Pack an den Hubschrauber. Währenddessen weht ihnen ein mächtiger Sturm um die Helme. Der sogenannte "Downwash" der Rotorblätter hat das Format eines Sturmes


Der Sea Lynx mit einem Big Pack, ein Netz mit vielen gefüllten Sandsäcken.




Das Fliegen mit einer Außenlast ist für die Besatzung eine Herausforderung Vor allem der Pilot muss die Entfernungen zu Baumwipfeln oder Strommasten neu berechnen.


Die Hubschrauber fliegen die Sandsäcke dorthin, wo kein Landfahrzeug mehr hinkommt. Zum Beispiel, wenn ein Deich schon sehr durchgeweicht ist.



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 Aufgefallen:

Daily Military Defense & Archive: Powerful Helicopters Lifting Tons of Plane and Humvee: Boeing Ch-47 Chinook in Action







Deutschlandfunk: Konflikte in der islamischen Welt - Die größte Gefahr geht von Saudi-Arabien aus

PEX: Bundeswehr will Kampfdrohnen von israelischem Stützpunkt starten

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TV-Tipp Donnerstag:

Phoenix: 2015 - 2100: Bedingt abwehrbereit - Die Geschichte hinter der "Spiegel"-Affäre (Doku)

              2100 - 2145: Franz Josef Strauß und der Milliardendeal  (Doku)

Kabel 1: 2015 - 2245: Bodyguard (Kevin Costner)

              2245 - 0130: Robin Hood - König der Diebe (dito)