Montag, 26. November 2012

VdRdBW Landesverband RP berichtet von der 1. Ausbildung RSUKp RP

HIer wird noch der Bericht von meinem lieben Schützenkameraden Thomas Brammer-Türck, seines Zeichens Medienreferent des VdRdBW, nachgeliefert. Wie immer hat sich Thomas persönlich vor Ort einen umfassenden Einblick verschafft und einen schönen Bericht mit ebensolchen Fotos verfasst.

Ich hatte ihm gestern von meiner Begeisterung berichtet und wurde mit einem Zitat auf der Seite belohnt :-)




Sonntag, 25. November 2012

1. Ausbildungseinheit der RSUKp RP

Gestern und vorgestern war es also soweit. Die 1. Ausbildungseinheit der RSUKp RP stand auf dem Programm. Im großen Barbarasaal der Artillerieschule in Idar-Oberstein wurden am 23.11.12 um 18:00 etwa 85 von bisher 114 gemeldeten Anwärtern von Major d.R.  El-Araj (ProjOffz LKdoRP), OTL Meunier (StOffzResAgel) und OTL Schmid (StvKdr) begrüßt.

Die bisherigen Anmeldungen reichen noch nicht für die Sollstärke, jedoch für die Indienststellung der RSUKp RP aus, die für Mitte März/April 2013 ins Auge gefasst ist.

Zumindest eine weitere RSUKp könnte lt. Ausplanung in RP noch aufgestellt werden. In NRW, BW und NS soll es je 3 Kompanien geben, in Bayern 7 und den verbleibenden Bundesländern je 1.

Pateneinheit wird zunächst das Landeskommando RP werden. Es hätten zwar Angebote sowohl seitens Heer, als auch der Luftwaffe vorgelegen, die allerdings bisher nicht realisiert werden konnten. Wohl Kompetenzgerangel - also ganz normal, wie im zivilen Business!

Tagesordnungspunkt war auch die Jahresplanung 2013, die voraussichtlich wie folgt aussieht:

Im I., II, und IV. Quartal je eine Ausbildungseinheit, wie gerade gehabt - also von Freitag Abend bis Samstag Abend sowie im III. Quartal eine Woche Aufenthalt auf dem Truppenübungsplatz Baumholder. Das sollte ein Zeitaufwand sein, den jeder verkraften kann. Zumal die Termine jetzt lange genug vorab bekannt sind, diese einzuplanen.

Und ein "Bonbon" wurde für ein jedes Jahr auch noch in Aussicht gestellt. Etwa in Form einer gemeinsamen Ausfahrt oder eines Truppenbesuches o.ä.

Nachdem der Sach- und weitere Planungsstand vermittelt worden war, zogen wir uns -ausgestattet mit einem Lunchpaket- in die benachbarte Klotzbergkaserne und die dort vorbereiteten Stuben zurück. Ein wenig aufregend war das schon, nach Jahrzehnten mal wieder auf einer BW-Stube zu übernachten. Geändert hat sich in den 30 Jahren nichts. Die Betten und Spinde etwas moderner, aber ansonsten unverändert!

Endlose Flure


Stube 209 mit 4 RSU-Soldaten besetzt - weder gereinigt, noch gelüftet :-D
(links: meine Wenigkeit)

Bettenbau ;-)

Verzehr des Lunchpakets

Auch nach 30 Jahren unverändert - als wenn ich mein Gerödel erst gestern ausgeräumt hätte :-)

Samstag Morgen nach einem kräftigen Frühstück ging es dann in die Stationsausbildung:
  1. Eingeführt wurden wir von Hptm d.R. Gimmler in die für uns geltenden Rechtsgrundlagen (Einsatz der Bw im Innern) - sehr interessant und mit viel Humor rübergebracht ("don't make the case kaputt" oder "Kameraden, wer kennt die Abkürzung QmS ? Falsch: Quatsch mit Soße!")
  2. Eine weitere Schulung des Hptm d.R. von Schweppenburg führte in die ersten Grundlagen der Wachausbildung ein - eine nicht unwesentliche Voraussetzung für eine (u.a) Sicherungseinheit.
  3. Nächste Station war die Wiederholungsausbildung an der Pistole P8. Funktion, Sicherheit im Umgang sowie das zügige Zerlegen und Wiederzusammensetzen der Waffe waren gefragt. Für mich, der ich seinerzeit an der Walther P1 ausgebildet worden war, zwar keine Wiederholung, aber auch keine wirkliche Herausforderung. Ähneln sich diese Kurzwaffen doch technisch alle sehr.
  4. Nächster Punkt, die Wiederholungsausbildung am G36 wie vor. Hier war ich schon mehr gefordert. Dieser Nachfolger des G3, das wir seinerzeit lernten "im Schlaf", heißt mit Schuhbeutel über dem Kopf mit Zeitvorgabe zu zerlegen und wieder zusammenzusetzen, ist doch deutlich anders aufgebaut. Interessant die heutzutage durch den speziellen Gewehrriemen möglichen Trageweisen des G36 "lang am Bein" und "als Rucksack". Beim Ladebefehl dann einen "Minuspunkt" für mich! Verwechselte ich doch in der Eile den Befehl "gefechtsbereit machen" = teilladen mit "fertig zum Gefecht" = fertig laden. Vor 30 Jahren hätte es dafür ein "das üben wir am Wochenende!!" gegeben (natürlich wurde das nie wahrgemacht ;-))
  5. Danach der Einsatz am AGSHP, also dem Schießsimulator der Bw. Auf dem Programm standen die Übungen G36-S-2 und G36-S-3. Ich will mich nicht loben, aber das lief für mich sehr gut - zwei weitere Einträge im neuen Schießbuch.
  6. Zuletzt noch eine Runde Sanitätsausblidung. Vorgestellt wurden uns die aktuellen Maßnahmen für den Wundverband (Israel Bandage), das Abbinden von Gliedmaßen (Tourniquet) sowie das Blutstillen (Quick Clot).
Wundverband "Israel Bandage"


Abbindemaßnahme "Tourniquet". Erschreckt hat mich die für mich neue Erkenntnis, dass nach dem vollständigen Abstellen des Blutflusses bereits nach 5 Minuten der Gewebetod beginnt. Bis 5 Minuten kommt ein Lösen des Knebels in Frage, danach eher nicht mehr. Nach 15 Minuten sei eine Amputation der betroffenen Gliedmaße unumgänglich. Und, so der dozierende Sanitäter, sofern bei der Nachversorgung nicht ganz klar ist, wie lange der Knebel bereits dran ist, bleibt er dran!




"Quick Clot" Blutgerinnungsgranulat und -Gaze (nicht für schwache Nerven!)

Die 1. RSU-Ausbildung war gut organisiert und von den durchweg ehrenamtlich tätigen Kameraden interessant und kompetent dargebracht. Unterkunft war "gewohnt gut" ;-) und die Verpflegung absolut einwandfrei.

Alles in allem ein Top-Einstieg in die künftige RSUKp RP. Freue mich schon auf den nächsten Befehl Anfang März 2013.

Ach ja, wir wurden ausdrücklich gebeten, für die Sache zu werben und weitere Interessierte zu gewinnen - was ich auch hiermit tue!

Konkretisierung zur weiteren Planung der RSUKp in BayernNRW

"bayern bazi" vom bundeswehrforum.de/ hat heute folgendes veröffentlicht:


wir hatten jetzt mal die 1. Zuziehung für den Bez Obb, und da wurde uns vom Kdr LKdo BY das vorhaben  - aufstellung von RSUKr erklärt.

es ist geplant in BY 7 einheiten aufzustellen
- in jedem RegBezirk eine einheit
- je einheit 100 beorderungsstellen + spiegeldienstposten
- je einheit 2 sicherungszüge
- je einheit 1 unterstützungszug
- je einheit 1 führungsgruppe  (mit chef/spieß/kptrpfhr/versorger +personal) 

in den unterstützungseinheiten soll fachwissen/speziallisten gebündelt werden

die RSUKr sollen im "ernstfall" nicht alls erstes an der "vorderen" linie sein, sondern die aktive truppe im grundbetrieb ersetzen bzw die durchhaltefähigkeit unterstützen

es ist akso weniger das "bewaffnete - THW " wie viele hier immer sagen  - sondern eher der "objektschützer" der dann die kasernen beschützt um die aktiven mit diesen aufgaben zu entlasten

die speziallisten der Unterstützungseinheiten -sollen sowohl die dienstposten in den Kasernen besetzen, wenn die aktiven verlegen - als auch die aktiven draussen mit ihrem fachwissen unterstützen können


die feinausplanung - (auch der  dienstposten) wird es erst mit der Zeit geben

Samstag, 24. November 2012

Konkretisierung zur weiteren Planung der RSUKp in NRW

Cherusker vom Forum Bundeswehr-community.info hat heute folgendes veröffentlicht:

Aktueller Stand:
Es wird zunächst 3 RSU-Kompanien in NRW geben ("Rheinland" in Düsseldorf, "Ruhrgebiet" in Unna und "Westfalen" in Ahlen), zwei weitere könnten noch folgen (z.B. in Augustdorf). Noch vor Weihnachten werden alle Reservisten, die ihr Interesse schriftlich bekundet haben, ein Einweisung in die weitere Planung und ein Infoschreiben erhalten. Bis zur 10. KW 2013 werden die jeweiligen Kompanie erstmals in Düsseldorf zusammengezogen, in der 13. KW ist der Aufstellungsappell terminiert. Ab der 14. KW beginnt die Ausbildung zentral in Düsseldorf.

Antwort des Lantdtages des Saarlandes auf die Anfrage der Piratenpartei zu den RSUKr

Ich war gestern gerade auf dem Sprung zur 1. Ausbildung der RSU Kompanie Rheinland-Pfalz, als ich folgende Meldung hereinbekam. Es handelt sich um die Antwort des Landtages des Saarlands vom 21.11.2012 auf die Anfrage der Piratenpartei vom 23.08.2012.

Selbstverständlich sind die unterschwelligen Befürchtungen der PP völlig unbegründet. Der Einsatz der Streitkräfte -hier RSUKr- im Innern, ist durch unser Grundgesetz maximal eingeschränkt.

Dies war auch Gegenstand unserer heutigen Rechtsgrundlagen-Ausbildung.

Mittwoch, 21. November 2012

Aktueller Stand in Bayern

Bin gerade beim Googeln auf dieses Posting in einem Forum vom 07.11.2012, eines Bewerbers für die Bayerischen RSUKr gestoßen:

Vor zwei Wochen fanden die ersten Infoveranstaltungen in Bayern statt, faktisch hat man aktuell ein riesiges Personalproblem.

Von 7 aufzustellenden Kompanien ( mit jew. 100 Mann ), also 700 Mann ( x2 weil jede Stelle noch einmal gespiegelt werden soll ) haben sich von insgesamt ca. 120.000 wehrfähigen Bayern bisher nur 458 gemeldet, davon der Großteil aus Niederbayern und der Oberpfalz.

Rangaufstiege kann und wird es nicht geben, ist aber denke ich auch abhängig von der Personalsituation.

Ausrüstung wird, soweit vorhanden, vom zugewiesenen Partnertruppenteil gestellt.

Dieser -natürlich nicht offizieller- Status Quo zeigt, dass die Vorstellung, in Bayern gleich in jedem Regierungsbezirk eine RSUKp aufstellen zu wollen, vielleicht im Moment doch etwas zu euphorisch war.

Zuziehung zur 1. Ausbildung RSUKp RP am 23.11./24.11.2012

So, gestern kam die offizielle "Zuziehung" nach § 81 Soldatengesetz für die DVag am Wochenende. Spät kam das Briefchen und dass nicht nur ich allmählich "nervös" wurde, zeigte die gestrige Email des verantwortlichen Reserve- und Projektfeldwebels, wonach es nicht nachvollziehbar sei, warum die Briefe nicht schon längst angekommen seien. Notfalls hätte man sich mit dem Ausdruck der Email als DVag-Teilnehmer legitimieren sollen (Anmerkung: auch etwa wegen des Tragens der Uniform während der Anreise).

Aber wie auch immer, die Briefe liegen -sicherlich nicht nur bei mir- jetzt vor, womit das Amtliche erst einmal geregelt ist. Freuen tue ich mich jetzt auf das Militärische und darauf, zu erfahren, wie denn die weitere Zeit- und sonstige Planung aussieht.


Nachdem das Projekt (RSUKp RP) organisatorisch in Idar-Oberstein angesiedelt ist -die 1. Ausbildung findet in der dortigen Artillerieschule statt, liegt die Vermutung sicherlich nicht allzu fern, dass dies auch die sogenannte "Pateneinheit" werden wird. Das ist aber reine Spekulation meinerseits und steht wohl noch nicht fest. Die aktive Pateneinheit soll der jeweils angegliederten RSUKp grundsätzlich mit Material und Ausrüstung zur Verfügung stehen.

Angeordnete Uniform ist der FA (Feldanzug), mitzuführen sind: Gefechtshelm, Kälte-/Nässeschutz, Fingerhandschuhe, Schießbuch, Gehörschutz, Spindschloss, Handtücher, pers. Körperpflege(artikel). Ich freue mich auch auf die Übernachtung in der dortigen Kaserne!

Ausbildungsinhalte am Samstag werden sein:

  1. Wachdienst in der Bundeswehr
  2. Schießausbildung im AGSHP (G36-S-2, G36-S-3, P-S-1)
  3. Wiederholungsausbildung am Gewehr G36
  4. dito Pistole P8
  5. Sanitätsausbildung aller Truppen
  6. Rechtsgrundlagen "Einsatz der Bw im Innern"

Montag, 19. November 2012

Volkstrauertag

Unsere RK besucht am Volkstrauertag seit vielen Jahren die Gemeinde Dirmstein. So auch gestern - mit meiner erstmaligen Beteiligung.. Nach dem gemeinsamen Kirchgang, wo wir sowohl vom Bürgermeister, als auch dem Pfarrer freundlich begrüßt wurden, erfolgte die feierliche Kranzniederlegung durch die angetretene RK. Unser Major d.R. Dietrich Leh richtete einige eindrucksvolle Worte an uns und die versammelte Trauergemeinde. Er gedachte der Gefallenen der Kriege, ging aber auch auf die aktuellen Ereignisse mit Bw-Beteiligung ein. So hinterfragte er das Erfordernis einer Verteidgung Deutschlands am Hindukusch und mahnte die Verantwortlichen zu einem sorgsamen Umgang mit den Soldaten der Bw!

Alles in allem eine beeindruckende und bewegende Erfahrung für mich. Werde sicherlich nächstes Jahr wieder mit dabei sein!

Freitag, 16. November 2012

"Reservisten verstärkt auch für den Katastrophenschutz" - 15.11.2012

Wie das Innenministerium Schleswig-Holstein heute verlautbarte
"sollten  Reservisten der Bundeswehr im Rahmen von Wehrübungen verstärkt für den Einsatz im Katastrophenschutz ausgebildet werden."
Wie dann im Verlauf der Pressemeldung deutlich wird, sind wohl die künftigen RSUKr gemeint.

"Diese Auffassung vertrat Innenminister Andreas Breitner in seiner Grußbotschaft während des Parlamentarischen Abends des Reservistenverbandes am Donnerstag (15. November) in Kiel.Die Bundeswehr ist mit Unterstützung der Reservisten so aufgestellt, dass wir wissen: Dort sind kompetente Kräfte, die im Ernstfall helfen können, sagte Breitner. Der Anlass für die Überlegung des Ministers ist die Verkleinerung der Bundeswehr auf 185.000 Soldaten und die Auswirkungen auf die zivil-militärische Zusammenarbeit. Um im Katastrophenfall künftig auf eine ausreichend große Zahl von Kräften der Bundeswehr zurückgreifen zu können, bleibe künftig daher auch der Weg über die Reservisten.
Die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr), die in jedem Bundesland mit mindestens einer Einheit in der Stärke von 100 Kräften eingerichtet werden, haben den originären Auftrag, im Rahmen des Heimatschutzes vor allem Wach- und Sicherungsaufgaben innerhalb der Bundeswehr. Die Einheiten   bestehen aus Reservisten, die nach Ansicht des Ministers auch im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit eingesetzt werden könnten. Das Zusammenspiel von Landeskommando, Bundeswehr und Katastrophenschutz habe sich bewährt. Die Sicherheit in Schleswig-Holstein steht auf starken und tragfähigen Säulen, sagte Breitner." 






3 RSU Kompanien in NRW - 11.11.2012

In einem Bw-Forum wurde verlautbart, dass in NRW aktuell 3 RSU-Kompanien in Ahlen, Düsseldorf und Unna geplant seien. Inwieweit diese Information belastbar ist, kann ich natürlich nicht abschätzen. Es las sich jedoch, als käme es aus "gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen" ;-) Dass sich in NRW rd. 300 Reservisten für eine RSU-Beorderung finden lassen sollten, erscheint mir nachvollziehbar. An anderer Stelle las ich dieser Tage, dass in Bayern für jeden Regierungsbezirk eine RSU-Kompanie vorgesehen sei. Das wären 7, was mir doch etwas hochgegriffen erscheint. Allerdings gehen in Bayern die Uhren bekanntlich oft anders ....

Steuerfreiheit - 05.11.2012

Jetzt ist es amtlich und nachlesbar. Über den Verband wurde heute das Schreiben unseres MdB, Dr. Gebhardt, verschickt, der darüber informierte, dass Reservistenbezüge auch weiterhin steuerfrei sind!

Leistungsmarsch - 28.10.2012

Musste es jetzt einmal wissen. Wandern gehe ich ja oft und durchaus auch größere Strecken. Aber bekomme ich bspw. die 12 km mit 15 kg Gepäck in 2 Stunden hin? Es handelt sich dabei um eine der Disziplinen, die für das Reservistenleistungsabzeichen in Gold zu absolvieren wäre.

Also die Bw-Kampfstiefel um- und den ebensolchen Rucksack mit 15 kg aufgeschnallt und los ging es, auf eine 12 km-Strecke im Pfälzerwald. Um zu Fuß eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 6 km/h hinzubringen, muss man es wackeln lassen. In meinem Fall waren sogar noch 330 zu bewältigende Höhenmeter mit dabei (nur hoch). Da geht die Geschwindigkeit auf 4 - 5 km/h zurück. Entsprechend muss auf ebenen Strecken Strecken mit 7 -8 km/h ausgeglichen werden. Auf den Gefällstrecken war das nicht möglich, ohne sich die Haxen zu vertreten.

Apropos Haxen, wie befürchtet begann der linke Fuß bereits nach rd, 5 km schon wieder zu schmerzen. Bei km 11 war die Ferse großflächig offen. Das war kein Spaß. Trotz allem rettete ich mich mit 121 Minuten über die Ziellinie - passt!!

Werde mich nach anderen Stiefeln umsehen müssen. In der engeren Auswahl sind der "HAIX Tibet" sowie der "Lowa Combat GTX" - beide mit rd. 200,-- sündhaft teuer, allerdings auch mit Goretex-Membran ausgestattet.


Donnerstag, 15. November 2012

Befehl für die 1. Ausbildung RSUKp RP - 23.10.2012

Heute hat der Stabsoffizier für Reservistenangelegenheiten des Landeskommandos RP den Befehl für die 1. Ausbildung RSUKp RP vom 23.11. bis 24.11.2012 ausgegeben. Bald geht's los ...

DVag FMF Ausbildung - 19.10.2012

Dank der Bereitschaft dreier aktiver Kameraden, ihren Dienst bis in die späten Abendstunden hinein zu verlängern, hatten wir heute die Gelegenheit an einer hochinteressanten Ausbidungseinheit an gleich 3 Nachtsichtgeräten der Bw teilzunehmen. An drei Stationen wurden folgende Bildverstärker BiV vorgestellt:
  1. NSA 80 als Nachtsichtaufsatz für das G36, den wir gleich live auf dem Simulator AGSHP ausprobieren durften,
  2. Das deutlich größere Handnachtsichtgerät "BIG" und
  3. LUCIE der am Kopf, bzw. Helm befestigbare brillenartige Restlichtverstärker
(Foto: atlasaerospace.at)

Insbesondere die Erprobung des Letzteren war eindrucksvoll. Hatten doch die Ausbilder von der Luftwaffe einen speziellen Dunkelgang errichtet, durch den man mit Hilfe des Restlichtverstärkers seinen Weg finde musste. Dies stellt natürlich nicht wirklich ein Problem dar, ausgenommen der Tatsache, dass einem das etwa 4.500,-- Euro teure Gerät lediglich ein zweidimensionales Bild liefert und man so ständig droht, irgendwo anzuecken. Bereits verfügbare dreidimensionale Verstärker kosten ein Vielfaches!

LUCIE verfügt zusätzlich über einen Infrarotstrahler für den Nahbereich. Dieser liefert eine für dritte Personen nicht sichtbare Lichtquelle. Zumindest solange diese dritte Person nicht selbst über einen Restlichtverstärker verfügt. Für diese wird der Soldat nämlich angezeigt, wie ein Leuchtfeuer, das heißt, er ist mit seinem Infrarotstrahler "aktiv". Man sollte es sich im Zweifel also sehr gut überlegen, wann man die zusätzliche Lichtquelle einsetzt, bzw. nicht vergessen, diese rechtzeitig wieder abzuschalten. Die Aktivität des IR-Lichts wird einem ins Gesichtsfeld eingeblendet.

Tauglichkeitsuntersuchung 90/5 - 18.10.2012

Der große Tag! Für heute hatte ich einen Termin im SanBereich der Sponeck Kaserne für meine Tauglichkeitsuntersuchung vereinbart. Ein klein wenig unwohl war mir natürlich mit meinen zztl. 51 Jahren schon. Galt es doch diese Hürde zu bestehen, da es ansonsten nichts werden würde mit einer Beorderung zu den RSU-Kräften. Auch eine künftige Teilnahme an den DVags stand auf dem Spiel. Bisher war meine vor über 30 Jahren im Rahmen der Musterung festgestellte Tauglichkeit unverändert gültig. Würde ich jetzt bei  der Untersuchung für untauglich befunden werden, wäre es auch vorbei mit den DVags.

No risk no fun ! Natürlich wusste ich, dass ich gesund bin (Blutdruck etc.). Nur mein Gehör hat erkennbar nachgelassen über die Jahrzehnte. Untersucht wurde ich nach Vordruck 90/5 auf die Tauglichkeit für eine Verwendung als RSU-Soldat, heißt, als Wach- und Sicherungssoldat.

Nachdem im Rahmen eines Formblattes zuächst seitenweise nach Vorerkrankungen und Operationen etc. gefragt wurde (Frage: wieviel Alkohol trinken Sie? - Antwort: Nicht mehr als reingeht ;-) ging es zum Sehtest inkl. farbliches und räumliches Sehen. Danach Hörtest (naja ...), Urinprobe, Blutdruck im Ruhezustand sowie nach Belastung, danach zum Zahnarzt. Abschließend noch eine kurze Untersuchung durch den Truppenarzt  (Skelett, Plattfüße, abhören, etc.) und das abschließende Gespräch nach Sichtung aller Teilergebnisse. Ok, auf meinem linken Ohr gibt es wohl deutliche Defizite, aber kurz darauf hielt ich die ersehnte Tauglichkeitsbescheinigung (T2) in Händen!!

Im Einzelnen ist das auch nochmals hier nachlesbar

RK Orientierungsmarsch - 13.10.2012

Immer wieder ein Higlight, der Orientierungsmarsch mit den Kameraden durch den Pfälzerwald.


DVag Nachtschießen - 12.10.2012

Heute haben die Verantwortlichen ein Nachtschießen auf der Standortschießanlage Germersheim für die Reservisten organisiert. Mangels Grundübung mit dem G36 konnte ich zwar leider immer noch nicht mitschießen, habe aber als Voraussetzung für ein weiteres, im nächsten Jahr geplantes Nachtschießen, die Parallelausbildung am Nachtsichtaufsatz NSA 80 für das G36 (Restlichtverstärker) mit Interesse verfolgt:

Wikipedia schreibt hierzu:
Für das G36 ist der Nachtsichtaufsatz NSA 80 der Firma Carl Zeiss erhältlich, der ohne zusätzliches Werkzeug mit einer Hand auf dem Haltebügel montiert werden kann. Dadurch wird das G36 auf Entfernungen ab 20 Metern nachtkampffähig, ohne dass Einstellungen an der Zieloptik notwendig werden. Dies geschieht jedoch unter Verzicht auf das Reflexvisier, das vom NSA 80 abgedeckt wird. Der NSA 80 misst 19 × 10 × 15 cm und wiegt 1,2 kg mit Batterien. Der Schwerpunkt des G36 verschiebt sich durch das NSA 80 nach vorne und nach oben, so dass eine ruhige Schussabgabe erschwert wird, was sich jedoch durch das Gegengewicht von drei aneinandergesteckten Magazinen teilweise ausgleichen lässt. Das G36 wiegt in dieser Konfiguration etwa 6 Kilogramm.


Mittwoch, 14. November 2012

Tag der Reservisten in Kaiserslautern - 29.09.2012

Ich hatte mich bei unserem Kreisorganisationsleiter (VdRdBw), Herrn Major d.R. El-Araj, der gleichzeitig auch Projektoffizier für die im nächsten Jahr aufzustellende RSU-Kompanie RLP ist und vermutlich mein künftiger Kompaniechef sein wird, als Funktioner für die heutige Präsentation der Reservisten in KL gemeldet.

Gleich um 08:00 ging es los mit der Innenausstattung unseres Zeltes. Thema: Die RSUKr. Kaum vor Ort, wurde ich von einer jungen Frau mit großen Augen befragt, "was denn die Panzer in der Stadt machten"! Hatten doch die aktiven Kameraden von der Artillerie Einheit in Idar-Oberstein zu Anschauungszwecken eine gewaltige Panzerhaubitze 2000 aufgefahren.


Nachfolgend der Blick von innen durch das Geschützrohr. Die 15,5 cm Granaten gehen, je nach Treibladung, 30 km weit und sollen sogar treffen.


Und hier noch der "Elefant" - der Sattelschlepper, der das 49 Tonnen Monster gebracht hat:







(Bilder: Michael Gehm)

Hier noch eine Diashow von dem interessanten, gut besuchten Tag der Reservisten. Wir hatten allerdings auch traumhaftes Wetter!

Hier der Link zum Tag der Reservisten in KL von meinem guten Schützenkameraden Thomas Brammer-Türck



Meine erste DVag: "Schießen mit Handwaffen" - 22.09.2012

Heute meine erste DVag. Samstag früh um 07:15 Meldung am Meldekopf in der Sponeck Kaserne in Germersheim. Danach ging es zügig auf die benachbarte Standortschießanlage - lang ist's her! Gleich als erstes überreichte mir unser wirklich immer sehr bemühte FwRes meinen neuen Reservistenausweis, der mich berechtigt, Anlagen und Einrichtungen der Bundeswehr zu betreten, soweit nicht besondere Anordnungen dagegen stehen (Sperrzonen).

Auch ein neues Schießbuch wurde mir ausgehändigt, nachdem mein altes beim Kreiswehrersatzamt (erwartungsgemäß) nicht mehr auffindbar war.

Geschossen wurde heute mit dem G36, woran ich allerdings nicht teilhaben dürfte, da mir die Einweisungund Grundübungen mit dieser Waffe fehlten. Zu meiner Zeit gab es diesen Waffentyp noch nicht. Vielmehr war seinerzeit das G3 das Standardsturmgewehr der Bw.


                                                                     G36

                                                                     G3

Beide Waffen sind vollautomatische Waffen (Dauerfeuer tauglich), womit sie nicht dem Waffengesetz, sondern dem Kriegswaffenkontrollgesetz unterliegen und damit das Schießen in Deutschland für Zivilpersonen (Sportschützen) absolut verboten ist,

Allerdings wurden auch die beiden Grunddisziplinen P8-S1 und S2 geschossen, woran ich teilnehmen durfte.
Mein erster Versuch mit der derzeitigen Standardpistole Heckler & Koch P8 ging daneben. Nachdem ich aber dann den Haltepunkt kannte, reichte es beim 2 Versuch für die erforderliche Ringzahl, die Übung S1 zu bestehen. Die Wertungsprüfung S2 (Mannscheiben - auch die sind für den zivilen Schießbetrieb verboten) konnte ich dann auf Anhieb mit voller Punktzahl absolvieren (gold!).

                                                                  Heute: Heckler & Koch P8


                                                                  Damals: Walther P1

(Links und Fotos: Wikipedia)

Hat Spaß gemacht, der Tag. Ordentlich verpflegt wurden wir auch .- da kann man nicht meckern!!

RK-Abend in Uniform - 14.09.2012

Heute also der erste Reservistenkameradschaftsabend in Uniform. Total komisches Gefühl, erstmals wieder nach 30 Jahren die Klamotten anzuziehen! Der Abend hat Spaß gemacht. Alles nette und ganz normale Leute. Wir haben einen rührigen, sehr engagierten Major d.R., der sich viel Mühe macht, uns einen wirklich interessanten taktischen, aber auch sicherheitspolitischen Unterricht angedeihen zu lassen.

Morgen geht's zum Orientierungsmarsch in den Pfälzerwald!

Ankündigung weiterer Schritte durch das LKdo RLP - 30.08.2012

Heute traf ein allgemeines Informationsschreiben des Landeskommandos in Sachen RSUKr mit der Ankündigung weiterer Schritte ein:
  1. Information bezgl. der am 25.08. stattgefundenen Planuntersuchung
  2. Thematisierung der RSUKr durch Anwärter der künftigen RSUKp im Rahmen des "Tages der Reservisten" am 29.09. in Kaiserslautern mit eigenem Stand
  3. Soviel steht bereits fest: "Jedem geeigneten Bewerber wird auch ein Beorderungsdienstposten angeboten werden können
  4. Ankündigung der truppenärztlichen Untersuchung als Eignungsvoraussetzung
  5. Ankündigung einer ersten RSUKr DVag für alle Bewerber am 23.11. und 24.11.2012 in Idar-Oberstein
Das hört sich ja gut an! Ein klein wenig Sorge bereitet natürlich noch die Tauglichkeitsuntersuchung beim Truppenarzt. An meinem Übergwicht arbeitete ich bereits intensiv. Jetzt hatte ich endlich für mich einen wirklich triftigen Grund, das leidige Thema konsequent anzugehen. Anfang des Jahres 2012 zeigte die Waage 99 kg!! Mit dem daraus resultierenden Body Mass Index von 28,3 wäre ich zwar noch im Rahmen des Mindest-BMI von 30, aber mit dem gegebenen Ranzen in die Uniform - nein, so ein Bild wollte ich nicht abgeben.
Zu Zeitpunkt dieser Niederschrift bin ich runter auf 89,5 kg und fühle mich erheblich wohler. Und die restlichen Pfunde bis zu den anvisierten 85 kg krieg ich auch noch runter! Und so deutlich erleichtert, geht es spätestens dann ans Konditionstraining.  

Dienstag, 13. November 2012

DVag und VVag - 27.08.2012

Heute kam die schriftliche Bestätigung über meine Aufnahme in den Reservistenverband. Dabei die halbjährlich erscheinende Informationsschrift, aus der die lokalen Veranstaltungen hervorgehen, als da wären:

  1. die Programme der verschiedenen Reservistenkameradschaften in der Region
  2. Landes- und Kreisveranstaltungen des VdRdBw (DVag/VVag).
Die DVags sind dienstliche Veranstaltungen des jeweiligen Landeskommandos, für die es (nach vorheriger Anmeldung bei der Kreisgeschäftsstelle) einer amtlichen (Einzel)Zuziehung bedarf. Diese DVags finden in aller Regel in Uniform statt. Für die Dauer der Veranstaltung ist der hinzugezogene Reservist Soldat gemäß § 81 Soldatengesetz. Fahrtkosten können in der Regel pauschal abgerechnet werden (zahlt die Bw).
Als DVags wären u.a. zu nennen, die Schießausbildung auf der nächsten Bw-Standortschießanlage oder auch dem AGSHP (Ausbildungsgerät Schießsimulator Handwaffen/Panzerabwehrhandwaffen). Ferner FMF Ausbildung (Förderung militärischer Fähigkeiten) oder auch sicherheitspolitische Seminare.

Bei den VVags handelt es sich um Verbandsveranstaltungen.

Des weiteren gibt es noch RAGs, also Reservistenarbeitsgemeinschaften, wie z.B. die verschiedenen regionalen RAGs Schießsport, als Zusammenschluss schießsportlich interessierter Reservisten.

Montag, 12. November 2012

Planuntersuchung RSUKr RLP - 25.08.2012

Am 25.08.2012 führte das Landeskommando Rheinland-Pfalz in der Artillerieschule Idar-Oberstein mit 16 ausgewählten Reservisten aller Dienstgradgruppen eine Planuntersuchung zum Aufbau der RSUKr durch.

Einkleidung - 22.08.2012

Und schon geht's nach Germersheim in die General Hans Graf Sponeck Kaserne zum Einkleiden. Für den Reservisten zwar zunächst nur die "kleine Garnitur", aber im Falle einer Beorderung zu den RSUKr gibt es da sicherlich noch mehr.

Ungewohnt, der Flecktarn-Look. Trugen wir doch während des Kalten Krieges noch einheitlich NATO-oliv. Auch der Stahlhelm ist keiner mehr - jetzt aus Kunststoff. Die Kampfstiefel machen einen sehr viel komfortableren Eindruck, als das Juchtenleder, das uns seinerzeit ausgegeben wurde. Tatsächlich stellte sich aber bald heraus, dass ich mir auch darin (linksseitig) wiederholt üble Blasen laufen sollte. Werde mich wohl nach Alternativen für den militärischen Bereich auf dem zivilen Markt umsehen.

Uniformtrageerlaubnis - 16.08.2012

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Heute wurde mir die offizielle Uniformtrageerlaubnis vom Landeskommando RLP ausgestellt - mit Dienstsiegel und allem, was dazu gehört!

Bewerbung bestätigt - 15.08.2012

Heute bekam ich Post von Otl. Meunier, seines Zeichens Stabsoffizier für Reservistenangelegenheiten beim Landeskommando Rheinland-Pfalz. Meine Bewerbung sei aufgenommen worden und es hätten bereits viele ihre verbindliche Teilnahme bei den RSUKr erklärt.

Folgendes Infoblatt zur Aufstellung der RSUKr in RP lag bei.

1. Reaktion vom FwRes - 13.08.2012

Per Email meldet sich der lokale Feldwebel für Reservistenangelegenheiten (FwRes) bei mir und avisiert mir in Kürze eine schriftliche Reaktion auf meine Bewerbung für die RSUKr.

Gleichzeitig erhielt ich (für meine allgemeine Reservistentätigkeit) die Formblätter,
  1. EAVRes für die Datenefassung
  2. Antrag auf Neuausstattung (Einkleidung)
  3. Antrag auf Uniformtrageerlaubnis.
Damit kam die Sache jetzt doch wirklich schnell ins Rollen.



Beitritt zum Reservistenverband - 25.07.2012

Am 25.07. bin ich dann auch dem Reservistenverband beigetreten. Das ist zwar keine Voraussetzung für eine "Beorderung", also die Heranziehung eines Reservisten zu einer aktiven Verwendung bei der Bw, aber ich wollte ja auch der in meinem Schützenverein domizilierenden Reservistenkameradschaft (RK) beitreten.

Der VdRdBw vertritt derzeit die Interessen von ca. 118.000 Mitgliedern. Der Jahresbeitrag von € 30,-- fließt zum Teil an die RK zurück, der man beitritt und beinhaltet den Bezug des mtl. erscheinenden, sehr gut und interessant gemachten Magazins für Sicherheitspolitik "loyal"

Beim Ausfüllen des Beitrittsformulars wurde u.a. auch die Personenkennziffer (PK) abgefragt, die jeder aktive Soldat bekommt und sich aus dem Geburtsdatum, dem Anfangsbuchstaben des Nachnamens und einer weiteren Ziffernfolge zusammensetzt. Diese PK hatte ich auch nach 30 Jahren sofort noch parat. Zumindest das Langzeitgedächtnis funktioniert also noch :-)

Bewerbung für die RSUKr - 19.07.2012

Ich dachte 24 Stunden über die Idee nach, die mir immer besser gefiel. "Ach, was soll's", dachte ich, "kostet ja nichts", also schrieb ich gleich am Folgetag per Email an das für mich zuständige Landeskommando Rheinland Pfalz eine Email und bekundete mein grundsätzliches Interesse. Und da in den nächsten Tagen nichts passierte (Urlaubszeit), schickte ich am 24.07.2012 noch ein gleichlautendes Briefchen hinterher.

Die anderen Landeskommandos findet man übrigens hier.

Freitag, 9. November 2012

Der erste Kontakt - 18.07.2012

Am 18.07.2012 bin ich beim üblichen Studium in einem Waffen-Online Forum über diesen Link gestolpert und damit über die "Handreichung Nr. 13" des Reservistenverbandes.

Dies ging mir bis zum nächsten Tag nicht mehr aus dem Kopf. Sollte ich wirklich nochmals "Reservist" werden - mich gar für die RSU-Kräfte melden ?!


Donnerstag, 8. November 2012

Besuch der Ostpreußenkaserne - 04.07.2012

Auf dem Rückweg von meinem Kurzurlaub im nördlichen Deutschland habe ich es dann wahr gemacht und endlich mal den Schlenker an der Autobahnabfahrt Homberg/Efze geschafft. Es dämmerte bereits stark, als ich nach so langer Zeit erstmals wieder auf Homberg zufuhr.


Anfahrt auf Homberg/Efze. In der Bildmitte im Hintergrund die Burg, als Wahrzeichen des Städtchen und auch der ehemaligen "NschKp 50"



Kompaniewappen der "Nachschubkompanie 50"

Die Kaserne ist ein gutes Stück außerhalb der Ortes gelegen und ich fand den Weg erst auf Nachfrage. Mit erstauntem Blick -"die Kaserne ist doch schon lange nicht mehr bewohnt"- wurde mir der Weg gewiesen.

Da stand ich dann also nach fast genau 30 Jahren vor dem Tor, das ich im Dezember 1982 zum letzten Male durchschritt. Erinnerungen wurden wach und zwar durchaus Positive. Natürlich wusste ich, dass die Kaserne schon seit vielen Jahren nicht mehr aktiv ist. Aber sie lag noch so da im Halbdunklen mit brennenden Laternen, wie ich sie in Erinnerung hatte. Ein Betreten war allerdings nicht möglich - alles gut verschlossen, wenn auch nicht mehr bewacht.








Das Wachhäuschen für den Torposten existiert nicht mehr. Aber oft habe ich in den 12 Monaten meiner Zugehörigkeit zu dieser Kaseren hier gestanden und unzählige Male die Schranken bewegt. Und verdammt kalt war der Winter 81/82 - streckenweise mit bis zu -18° C. Da kommt Freude auf, beim Wachauftrag!

Wie ich nachträglich von einem Kameraden erfuhr, der 10 Jahre später dort stationiert war, wurde die NschKp 50 Mitte 1993 aufgelöst und zu 9./NschBtl 51, aus der wiederum im Jahre 1996 die 2./NschBtl 52 wurde. Im Jahre 2003 wurde die Ostpreußen- sowie die benachbarte Dörnbergkaserne geschlossen.


Hier habe ich noch ein Exposé gefunden, wie es von der Stadt Homberg wohl für die weitere Nutzung/Vermarktung des Areals erstellt wurde. Konversion nennt man das.

Nachstehendes Transparent begegnete mir zum Zeitpunkt meines Besuches im Ort:


Dienstag, 6. November 2012

Marschkolonne - 01.07.2012

Anfang Juli 2012 habe ich einen Kurzurlaub angetreten. Eine Woche wandern und terracachen im Harz und der Lüneburger Heide, verbunden mit einem Besuch bei der Fa. BAWO Custom Guns, wo ich mir meine künftige Sportpistole -eine Tanfoglio Limited Custom HC- bestellte.

Auf der AB Richtung Norden überholte ich eine Marschkolonne der Bw mit sicherlich 30 Fahrzeugen. Erinnerungen wurden wach an eine Zeit, als wir seinerzeit mit der kompletten Nachschubkompanie ins Manöver ausgerückt sind - es war in etwa die gleiche Ecke von Deutschland, hoch Richtung Truppenübungsplatz Bergen-Hohne. Kommt einiges zusammen an Fahrzeugen bei einer komplett "aufgerödelten" NschKp! Mein Trupp fuhr mit etwas Abstand vorne weg und sperrte jeweils rechtzeitig vor dem Herannahen des Militärkonvois die Kreuzungen ab.  Mir hat's damals großen Spaß gemacht, den anderen Verkehrsteilnehmern wohl eher nicht!

Unsere Einheit war überwiegend mit den MAN 5 t / 7 t / 10 t  (Zuladung) ausgestattet:

                                                  (Foto: Redaktion Heer)


                                                 (Foto: OG d.R. Gehm)



                                              (Foto: OG d.R. Gehm)

Aber auch die alte "Tante Emma" gab es noch:



Jedenfalls beschloss ich -während der Weiterfahrt so vor mich hin sinnierend-, auf dem Rückweg mal einen Schlenker bei meiner ehemaligen Kaserne vorbei zumachen.

Wiederaufnahme des Sportlichen Schießens - 23.08.2011

Nachdem ich in meiner Jugend bereits einmal Sportschütze war und auch während meiner Grundausbildung gerne die Standortschießanlage aufsuchte (G3, P1, MG 3, Uzi), habe ich -letztlich ausgelöst durch eine Erbwaffe- beschlossen, das Sportschießen wieder aufzunehmen und bin am 23.08.2011 dem Schützenverein Schützengesellschaft 1851 e.V. in Ludwigshafen beigetreten. Am Rande -ohne mir irgend etwas dabei zu denken- nahm ich Notiz davon, dass auf gleichen Gelände auch die Reservistenkameradschaft (RK) Ludwigshafen-Süd ihre Räumlichkeiten unterhält. Bis zu diesem Tage wusste ich gar nicht, dass es RKs überhaupt gibt!

30 Jahre Pause ...

Fast 30 Jahre hatte ich weder direkt noch indirekt mehr mit der Bundeswehr zu tun, wenn man einmal davon absieht, dass ich,
  1. Anfang der 90er Jahre nach 10-jähriger Bereitschaft als sogenannter Mob-Reservist (Mobile Einsatzreserve) "endgültig" ausgekleidet wurde und
  2. mein ältester Sohn Ende 2010 selbst als wohl der vorletzte Jahrgang vor Aussetzen der Allgemeinen Wehrpflicht, eingezogen wurde.
Erfüllt war die Zeit mit Ausbildung, Beruf, Familiengründung und dem Großziehen dreier Söhne.

Montag, 5. November 2012

Zurück zu den Ursprüngen - 22.12.1982

Am 22.12.1982 (meinem Geburtstag) wurde ich nach Ableistung meines 15-monatigen Grundwehrdienstes als Obergefreiter (OG) aus der Nachschubkompanie 50 der Panzergrenadierbrigade 5 nach Hause, das heißt zunächst für weitere 10 Jahre in die Mobile Einsatzreserve, entlassen. Stationiert war ich in der Preußenkaserne in Homberg/Efze, unweit von Kassel.

Nachschubausbildungskompanie 18/III in der Steubenkaserne in Gießen, 4. Ausbildungsquartal 1981. Dort letzte Reihe, Mitte - mit dem mürrischen Blick [Fotograf kam während der Mittagspause] und dem vollen Haupthaar).

In der Grundausbildung. An der Tür u.a. die zu verinnerlichenden Dienstgradabzeichen.

Später etwas lockerer in der Stammeinheit - die Klampfe ist nur Tarnung!

Ich hatte anfangs mal darüber nachgedacht, mich angesichts der relativ guten Bezahlung für 2 Jahre zu verpflichten, wa sich aber sofort zerschlug, als ich hörte, dass die Mindestzeit 4 Jahre betrug. So war ich ein stinknormaler "W15er" und war froh, als die Zeit irgendwann rum war. Wie damals üblich, wurde der "Abgang" mit Maßband und Abgängerpfeife lange vor dem eigentlichen Termin vorbereitet und dann am letzten Tag entsprechend gefeiert. Allerdings war dann letztlich die Wahrnehmung des Großereignisses nach durchzechter letzter Nacht nur noch sehr eingeschränkt möglich.


                                                   Abgängerhemd

 W15er-Tagemeldung, Abgängerpfeife, Kompaniewappen, 0-Tage Meldetafel, goldene Essensmarken, Abgängertröte

                                                     Abgängerhut

                                                       Details

Hätte ich mir damals nicht im Traum vorgestellt, jemals nochmals freiwillig eine Bw-Uniform überzustreifen ...






Sonntag, 4. November 2012

Einstieg - 04.11.2012


Ich möchte im Rahmen dieses kleinen Tagebuches -anfänglich im Rückblick- über die gerade im Entstehen befindlichen RSU-Kräfte (RSUKr) der Bundeswehr berichten und meinen Weg dorthin aus meiner persönlichen Sicht beschreiben. Gleich an dieser Stelle eine kurze Begriffsbestimmung:

"RSU" ist, wie so oft bei der Bundeswehr (Bw), schlicht die Abkürzung für ein Wortungetüm - hier: "Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte".

Diese Aufzeichnungen sollen informieren, insbesondere aber auch dazu animieren, sich ebenfalls für diese neue Einrichtung der Bw zu interessieren, heißt, sich dort einzubringen. Frei nach dem Motto "Tu was für Dein Land!"
Über meine eigenen Beweggründe werde ich noch berichten. Aber soviel vorab, ich möchte auch etwas für mich selbst tun!